Wenn es nicht läuft, dann läuft es wirklich nicht. Das wird sich zumindest Christian Klien gedacht haben. Trotz seines WM-Punktes in Hockenheim musste er die ganze letzte Woche von Spekulationen über seinen Abgang aus der Formel 1 hören. Am Rennsonntag in Ungarn wollte er diesen Gerüchten entgegenarbeiten. Dazu bekam er aber fast keine Chance. "Ich musste aus der Boxengasse starten, weil ich ein Problem mit meinem Auto hatte, also musste ich im Rennen richtig Druck machen. Es war da draußen wirklich schwierig, da man wegen des vielen Wassers auf der Geraden nicht viel sehen konnte."

Nichtsdestotrotz wollte sich der Österreicher unbedingt weiter nach vorne Arbeiten, was ihm zunächst auch noch gelang. "Ich überholte ein paar Autos, war aber dann in einer Kurve etwas zu schnell, und das wars, ich war schon im Kies", beschrieb er den unglücklichen Ausgang seines Rennens.

David Coulthard hatte da mehr Grund zur Freude. Platz fünf geholt und mit Jenson Button auch noch einen britischen Landsmann auf dem Podium. "Glückwünsche auch an Jenson Button. Ich war immer in dem Lager derer, die geglaubt haben, dass er die Fähigkeit zu siegen hat. Er brauchte nur die richtigen Umstände", sagte Coulthard.

Richtig glücklich schätzte sich der Schotte aber, dass er nach dem schwierigen Rennen selbst überhaupt das Ziel sah. "Mein Auto sieht schon recht bedauernswert aus. Ich kam mit Kubica in der ersten Kurve zusammen und verlor die Seite meiner Endplatte. Später traf ich mich dann mit Michael Schumacher, als er sich drehte, was auch wieder die Seite meines Autos etwas beschädigt hat. Rubens hat mit mir in der Schikane die Räder gegeneinander geschlagen und dann kam Trulli innen an mir vorbei und hat mich beinahe getroffen", berichtete Coulthard über die Zwischenfälle im Rennen. Damit war er dann eindeutig der glückliche bei den roten Bullen. Dreieinhalb Kontakte und er kam ins Ziel. Christian Klien "berührte" einmal den Kies und schon war es vorbei.