Für Norbert Haug war es wie in einem "Hollywood-Film-Skript": Nachdem Michael Schumacher und Fernando Alonso im Parallelflug 2-Sekunden-Strafen gesammelt hatten, fielen beide im Rennen aus. Entsprechend enttäuscht war man auf beiden Seiten.

"Es ist enttäuschend", sagte ein frustrierter Fernando Alonso. "Aber so etwas passiert eben im Motorsport." Aber was war genau passiert? "Ich merkte schon nach dem Boxenstopp, dass etwas am Heck nicht stimmte. Irgendetwas ist gebrochen und dann habe ich mich in Kurve 2 gedreht."

Chefingenieur Pat Symonds präzisierte: "Es ist wohl etwas an der Antriebswelle gebrochen", sagte er über das noch nicht näher identifizierte "mechanische" Problem an Alonsos R26. "Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist und werden es vorsichtig sowie gründlich analysieren." Die wegfliegende Radmutter war jedoch nicht die Ursache des Problems. "Sie war nicht etwa unsauber angezogen, sie ist weggeflogen, weil drinnen etwas gebrochen ist." Deshalb nahm Flavio Briatore die Schuld auf sich: "Das war ein Fehler des Teams, leider hat er uns den Sieg gekostet."

Trotzdem freute sich Fernando über ein "unglaubliches" Rennen, welches ihm einen "sicheren" Sieg hätte bringen können. "Obwohl ich enttäuscht bin, muss man alles relativ sehen: Michael ist auch ausgefallen. Somit haben wir an diesem Wochenende keinen Boden verloren." Im Gegenteil: "In der WM hat sich nichts verändert - außer, dass wir jetzt ein Rennen weniger zu fahren haben", erinnerte Flavio Briatore.

Aber damit noch nicht genug: "Wir haben auch bewiesen, dass wir zurückschlagen können", freute sich der Teamboss. "Selbst nach Fernandos Strafe vom Freitag." Somit ist laut Pat Symonds noch "alles" drin. "Wir haben hier 18 Punkte verschenkt", sagte er, "aber andererseits hat sich in der WM nichts verändert. Ferrari hat nur einen Zähler in der Teamwertung aufgeholt. Darüber sind wir nicht glücklich, aber es hätte schlimmer kommen können."