Die Nose-Wings sind erst seit kurzem nur mehr ein Teil für die Formel-1-Geschichtsbücher, deswegen hatte Jaques Villeneuve am Donnerstag auf dem Hockenheimring noch einiges darüber zu erzählen. Vor allem über die Begründung für das Verbot: "Es gibt Regeln und jedes Mal, wenn du etwas Neues entwirfst, dann bringst du diese ans Limit. Und dann wird aber entschieden, dass es die Sicht behindert und es gibt keine Möglichkeit für uns, zu beweisen, dass es das nicht tut." Dass die Flügel verboten wurden, überraschte den Kanadier allerdings nicht. Für ihn war es hingegen sehr viel überraschender, dass sie während des ganzen vergangenen Rennwochenendes in Magny Cours erlaubt waren.

Für Villeneuve sind in Wahrheit aber nicht die Flügel eine Quelle der Sichtbehinderung, sondern viel mehr die zahllosen Antennen, die so ein Formel-1-Auto schmücken. Er sagte: "Ich glaube, die Antennen stören die Sicht, aber die Flügel haben das nicht, weil sie nicht dort waren, wo wir hingeschaut haben." Aus diesem Grund war er auch ein wenig enttäuscht über die Entscheidung der FIA, da die Nose-Wings "das Auto besser gemacht haben."

Doch egal ob mit oder ohne zusätzliche Flügel, das Rennen auf dem Hockenheimring stufte Villeneuve schon vor der ersten gefahrenen Runde als schwierig ein. Das hängt aber nicht mit der Strecke an sich zusammen, sondern mit der Hitze, die im Moment weite Teile Europas heimsucht.