Geheimniskrämerei war schon immer ein beliebter Sport innerhalb der Formel 1. Neuestes Beispiel dafür ist die Auskunftsbereitschaft von Ralf Schumacher vor dem Großen Preis von Frankreich in Magny Cours. Dahingehend gefragt, was denn neu am Auto wäre, gab er sich äußerst zugeknöpft: "Wir haben kleine aerodynamische Verbesserungen. (Pause) Die rote Liste: ich weiß gar nicht, was ich eigentlich sagen darf."

Etwas später ließ er sich dann aber doch zu der Aussage hinreißen, dass Toyota auf jeden Fall neue Sachen am Auto hätte - immerhin etwas. Genauso wenig Auskunft konnte Ralf Schumacher bei der Frage nach dem Grund für die zahlreichen Ausfälle in diesem Jahr geben. Allerdings nicht, weil er nicht durfte oder wollte "Die Ausfälle sind eigentlich unerklärlich", meinte Schumacher deswegen, weil die betroffenen Teile schon länger verwendet würden.

Worüber der Deutsche ausgiebig Auskunft gab, war der Abschied seines einstigen Teamkollegen bei Williams, Juan Pablo Montoya. "Ich finde es persönlich sehr, sehr schade, denn speziell nach unserer Zusammenarbeit haben wir uns sehr gut verstanden. Schon vorher gut, aber noch besser danach", meinte Schumacher. Auch die Gründe für den Abschied des Kolumbianers hatte er schnell erklärt: "Ich denke, er hat sich einfach nicht dort wohl gefühlt wo er war. Das hat schlussendlich dazu geführt, dass er nicht die Leistung erbracht hat, die er bringen hätte können oder müssen."