Zum ersten Mal seit Monza 2004 standen in Indianapolis am vergangenen Sonntag zwei Ferrari-Fahrer auf den ersten beiden Podestplätzen - ausgenommen der Mini Prix vor einem Jahr an Ort und Stelle. Die bislang so überlegenen Renault-Piloten hatten in Indy keine Chance auf einen weiteren Sieg. Einen Wendepunkt in der WM erwartet deshalb aber kaum jemand; selbst bei Ferrari sieht man Magny Cours skeptisch entgegen.

"Ich würde es nicht als Wendepunkt bezeichnen", betonte Michael Schumacher im Rahmen der Jerez-Tests. "Ich bin mir nicht sicher, ob das repräsentativ für alle noch ausstehenden Rennen war, aber ich glaube daran, dass wir einen großen Fortschritt erzielt haben und wir vertrauen in unser Auto und die Bridgestone-Reifen."

Die gleiche Sichtweise vertritt Felipe Massa. "Nach unserer dominanten Vorstellung am letzten Wochenende, wurde ich oft gefragt, ob das ein Zeichen dafür ist, dass Ferrari zurück an der Spitze ist", schrieb Massa auf der Ferrari-Website. "Zunächst einmal muss man betonen, dass das Team nun schon einige Rennen lang sehr nah an der Spitze war, was aber aus verschiedenen Gründen nicht so offensichtlich war."

Hinzu komme, dass Michelin in Indy eine "konservativere" Strategie gewählt habe. "Wenn wir wieder in Europa sind, dürfte der Wettbewerb wieder enger werden. Dann sollten wir nicht mehr so dominant sein." Dennoch glaut Massa fest daran, auch in den restlichen Saisonrennen "konkurrenzfähig" sein zu können.