Es ist schon eine komische Redensart, die uns das Boxen da eingebrockt hat: Sie werfen das Handtuch - als ob so ein Handtuch gefährlich wäre...
Da es das eindeutig nicht ist, lässt es Ferrari auch nach dem sechsten Saisonsieg von Fernando Alonso bleiben, den Spanier mit roten Handtüchern zu überhäufen. "Wir werfen noch lange nicht das Handtuch: Weder wir noch unsere Freunde bei Bridgestone", kündigte Jean Todt an.
Dennoch gestand Michael Schumacher, dass sein zweiter Platz hauptsächlich "Schadensbegrenzung" gewesen sei. "Wir verlassen Montreal mit dem gleichen Ergebnis wie Silverstone", sagt Todt in Anbetracht der Ränge 2 und 5. "Das kann man auf zwei Weisen deuten: Negativ und positiv."
Die negative Sichtweise wäre, dass der Rückstand in beiden WM-Wertungen "größer" geworden ist. Die positive Variante konzentriere sich darauf, dass man sich von hinteren Startplätzen nach vorne kämpfen konnte. Also "Schadenbegrenzung" betrieben habe.
"Der zweite Platz war das Beste, was wir im Rennen erreichen konnten", fügte Schumacher hinzu. Gerade angesichts der Qualifying-Positionen sowie des Starts, bei dem er hinter Jarno Trulli zurückfiel, der ihn einige Zeit aufhielt. Ans Aufgeben denkt er deshalb aber noch lange nicht. "Wir waren an diesem Wochenende einfach nicht schnell genug, um unsere Rivalen zu überholen", gab sich Ross Brawn ehrlich. "Jetzt müssen wir uns noch mehr anstrengen, um die Lücke zu schließen."



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