Wenn im Großen Preis von Kanada ein Fahrer für Action sorgte, dann ganz klar Juan Pablo Montoya - und das, obwohl der Kolumbianer nur ganze 13 Runden mitmischte; aber wie!

Alles begann mit einem beinharten Duell gegen seinen Lieblingsgegner Michael Schumacher, den er in der ersten Runde in die Wiese drängte. Danach kämpfte er einige Kurven mit Nico Rosberg, bevor er mit diesem kollidierte und den Deutschen in die Mauer schickte.

"Wir sind gemeinsam in die Schikane gefahren, er hatte vielleicht einen kleinen Vorteil und war ein klein bisschen vor mir. Dann haben wir uns berührt und ich versuchte außen zu bleiben - aber es hat nicht gepasst", beschrieb Montoya die Situation. "Er muss einfach lernen, dass die Rennen lang sind und man nicht gleich am Anfang alles entscheiden kann. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man wissen muss, dass man die Position verloren hat. Das ist schon frustrierend."

Nach einem notwendigen Boxenstopp für einen Nasenwechsel ging es wieder auf die Strecke und die Aufholjagd begann. Zunächst überholte er David Coulthard, und zwar wenige Meter vor einer Gelbzone. Danach war Ralf Schumacher das nächste Opfer - diesen musste er allerdings wieder passieren lassen, da er die Schikane abgekürzt hatte. Im zweiten Versuch hatte der Toyota-Mann aber keine Chance.

"Das Auto war toll. Es rutschte etwas, da ich einen Windabweiser verloren hatte und somit weniger Downforce hatte, aber ich versuchte so viele Plätze wie möglich gutzumachen." Das war letztlich zu viel: "Ich berührte die Mauer und beschädigte mein Heck. Das war mein Rennende." Oder anders ausgedrückt: 13 Runden voller Action - so viel Action hatte in diesem Jahr so mancher 70-Runden Grand Prix nicht zu bieten...