Honda und die Heckflügel, das ist in diesem Jahr eine komplizierte Geschichte. Allerdings bezieht sie sich nicht auf die Heckflügel des RA106, sondern jene der Konkurrenz. Deren Regelkonformität zweifelten die Japaner nämlich schon mehrmals an - zuletzt am Samstag in Montreal.
Das Team zirkulierte angebliches Beweismaterial im Fahrerlager, welches zeigen sollte, dass die Heckflügel des BMW Sauber Teams sich flexibel verhalten würden - BMW-Motorsportdirektor dementierte diese Aussagen und wurde von FIA-Technikchef Charlie Whiting bestätigt. Die FIA erklärte die Flügel am Sonntagmorgen vor dem Rennen für legal.
Nachdem Honda am Samstag einen Protest angekündigt hatte, sollte BMW im Rennen vor Button und Barrichello liegen, wurde natürlich mit Spannung erwartet, wie die Japaner reagieren würden - schließlich fuhren beide BMW Sauber vor dem einzig verbliebenen Honda von Jenson Button, zumindest bis Jacques Villeneuve die Mauer küsste.
"Wir sprachen mit Charlie Whiting über einen Protest", verriet Nick Fry gegenüber Autosport. Allerdings stellte Whiting klar, dass er nur die üblichen Tests durchführen könne, die der Flügel auf jeden Fall bestehen würde. "Alle Autos würden das unter diesen Umständen", schob Fry nach und kritisierte damit die Messweise der FIA.
Fry fordert deshalb neue Regeln, sowohl was die Messung der Flexibilität angeht als auch im Bezug auf die Befestigung der Heckflügel des BMW Sauber Teams. "Derzeit ist es nicht fair", ärgerte sich Fry. "Wir und die anderen Teams geben Millionen aus und es sollten sich alle an die gleichen Regeln halten." Die FIA möchte sich des Themas bis Indianapolis annehmen.



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