Nick Heidfeld grinste nach dem Qualifying nur. Aber nicht nur, weil er und sein BMW Sauber Team mit den Startplätzen 9 und 10 erstmals beide Autos in die Top10 gebracht hatten. Der Mönchengladbacher grinste auch angesichts der Spritmenge im Tank seines F1.06.

Das gleiche Lächeln setzte Mario Theissen auf, als er davon sprach eine "gut aufgestellte Strategie" für das Rennen zu besitzen. Er sei durchaus gespannt, wann die Konkurrenz zum Tanken kommen müsse. Nur Jacques Villeneuve hatte ein bisschen etwas zu meckern: Er klagte darüber, dass er auf seiner schnellen Runde am Ende nicht eingeschossen genug war. Dafür machte er die vielen Spritverbrennungsrunden in den ersten 15 Minuten verantwortlich. Auch eine Art der Interpretation...

Motorsportdirektor Theissen war dennoch glücklich: "Wir haben schon letzte Woche in Barcelona gesehen, dass die Weiterentwicklung des Autos anschlägt. Hinzukommt, dass wir gerade in schnellen Kurven vorne rein fahren können", freute er sich. "Wir waren heute gut unterwegs und werden erstmals beide Autos in den Top10 haben. Es sind auf jeden Fall Punkte aus eigener Kraft möglich - das ist unser Ziel."

Auf schnellen Strecken liege man "unter den Top5-Teams", was heute "deutlich" zu sehen gewesen sei. "Wir müssen jetzt das Entwicklungstempo der großen Teams mithalten." Für die anstehenden Rennen in Kanada und den USA macht er sich keine Sorgen. "Erfreulich ist, dass Montreal und Indy schnelle Strecken sind. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir die Form mitnehmen können."