"The freeze is done, no further discussion." Mit diesen Worten zerschmetterte Max Mosley in einer eigens anberaumten Pressekonferenz in Silverstone die Aussagen der GPMA und von BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.
Zur Erinnerung: Der Streit geht um die so genannte Einfrierung des Motorenreglements ab dem Jahr 2008. Dann sollen die Triebwerke für drei Jahre nur noch in bestimmten Bereichen verändert werden dürfen. Den Automobilherstellern geht dies jedoch gehörig gegen den Strich. Sie wollen in der Formel 1 ihr technisches Know-how unter Beweis stellen. Manche sollen sogar mit einem Rücktritt gedroht haben.
"Die Teams schleifen weiter an ihrem eigenen Vorschlag", sagte uns ein GPMA-Insider noch am Mittwoch. "Die neuen Motoren sollen die Kosten senken, aber gleichzeitig genügend Freiheiten für unterschiedliche Motorenkonzepte und Weiterentwicklung bieten."
Ins gleiche Horn stieß Mario Theissen, der im Gespräch mit motorsport-magazin.com enthüllte: "Wir wollen an diesem Wochenende mit unserem Vorschlag fertig werden. Wir sind relativ nah an einem gemeinsamen Ergebnis dran. Dieses Wochenende wollen wir jetzt nutzen, um ans Ziel zu gelangen."
Für Max Mosley kommt das jedoch zu spät. "Laut den veröffentlichten Regeln müssen die Motoren für einen Zeitraum von drei Jahren homologiert werden. Es gab Diskussionen über eine Änderung, aber es gab keine Einigung. Die Regeln bleiben also wie sie sind." Als Grund dafür gibt er "Kostensenkungen" an. Das bisherige Gegenangebot der Hersteller sei "immer noch um 15 Millionen Euro pro Jahr" zu teuer. Bei diesem Vorschlag handelte es sich allerdings nicht um den aktuellen Entwurf der Hersteller, dieser soll ja bekanntlich erst an diesem Wochenende fertig gestellt werden. Dennoch lehnt ihn Mosley schon jetzt ab: "Es wird keine weiteren Diskussionen mehr geben."
Stattdessen plant Mosley schon das nächste neue Motorenreglement für die Saison 2011. "Dann wollen wir eine komplett andere Motoren-Formel." Diese soll nicht durch die Motorkapazität, sondern durch den Energieverbrauch limitiert werden. Genau auf diesem Gebiet würden die Hersteller viel Geld im Straßenfahrzeugsektor investieren. "Wir möchten, dass die Hersteller dann die Formel bestimmen."
Die Fans möchten hingegen schon hier und heute - und nicht erst im Jahr 2011 - Überholmanöver oder vielleicht sogar einmal ein fahrendes Auto im Freien Training sehen. Denn davon gab es am Freitag in Silverstone nicht allzu viele...



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