Renault-Chef Flavio Briatore sollte sich nicht über Bridgestone beschweren, wenn er kommendes Jahr einen Nachteil haben sollte, sondern sich lieber an die Adresse von Michelin wenden, sagte Ferraris technischer Direktor Ross Brawn am Donnerstag in Monaco zu unseren Kollegen von Autosport. "Die Situation für 2007 hat sich ergeben weil Michelin beschlossen hat, sich aus der Formel 1 zurückzuziehen," so Brawn. "Die Teams, die jetzt unzufrieden sind, sollten zu Michelin gehen und sich beschweren und nicht bei Ferrari, Bridgestone oder der FIA."
Briatore hatte vor kurzem Bedenken angemeldet, dass jene Teams, die bereits seit Jahren mit den Reifen der Japaner unterwegs sind, im kommenden Jahr, wenn Bridgestone als alleiniger Reifenlieferant in der Formel 1 aufritt, einen Vorteil gegenüber denen genießen würden, die momentan noch mit Michelin-Pneus fahren. Man müsse die Reifen in der kommenden Saison total verändern oder sogar wieder zu Slicks zurückkehren um jegliche Ungerechtigkeit auszuschließen, hatte der Italiener gefordert. "Ich denke, es ist nicht fair, einigen Teams einen Vorteil zu gewähren - wer auch immer diese Teams sein mögen. Es ist mir egal, ob es nur Ferrari ist."
Ross Brawn gab zu, dass man einen gewissen Vorteil wohl nicht werde ausschließen können, selbst wenn Bridgestone "ein oder zwei Schritte" bei der Spezifikation der Reifen zurückgehen werde. "Zweifellos werden die Teams, die über Jahre hinweg eine Beziehung mit Bridgestone aufgebaut haben, davon profitieren," erklärte Brawn, "Das ist nur fair und angemessen."

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