Renault

Fernando Alonso
Das war ein sehr emotionaler Tag für mich und ich glaube, ich werde mich an jeden Moment erinnern. Das erste Highlight war heute früh die Fahrt um die Strecke mit dem König in einem Renault Megane, dann der Start, die ersten Runden, als ich sehen konnte, dass wir die Pace hatten, dann die Boxenstopps, als die Zuschauer auf den Tribünen aufsprangen, als Michael hinter mir raus kam, die letzten Runden mit so vielen Emotionen im Auto. Und dann die Auslaufrunde, in der ich diese unglaubliche Atmosphäre von diesen tollen Fans in mir aufsaugte, von meinen Leuten. Der R26 war heute perfekt - wir haben nur ein paar kleine Änderungen für die Balance gemacht, aber ich konnte das ganze Rennen lang auf Angriff fahren. Ich hatte keinen guten Start und Fisico hat besser reagiert als ich, aber danach war alles perfekt. Ich hätte Ferrari im Rennen stärker erwartet, aber ich denke, wir haben heute das Maximum aus dem Renault-Michelin-Paket herausgeholt. Einen Dank an alle im Team, da ist wieder ein Traum, der wahr geworden ist.

Giancarlo Fisichella
Wir sind mit dem Ziel nach Spanien gekommen, auf das Podium zu kommen und genau das haben wir auch getan, auch wenn die Ferrari dieses Wochenende stark waren. Ich hatte einen tollen Start und es war in der ersten Kurve knapp mit Fernando, aber er hatte die bessere Linie und ich habe ihn ziehen lassen. Danach war die Balance des Autos nicht perfekt und auch, wenn ich in diesem Stint von Michael wegfahren konnte, war es nicht genug, um bei den Boxenstopps vorne zu bleiben. Wir haben einige kleine Veränderungen vorgenommen um das Übersteuern zu verringern und als ich dann hinter ihm rauskam, habe ich voll angegriffen und einen kleinen Fehler gemacht, wodurch ich in Kurve drei ins Kiesbett gefahren bin. Ich habe aber keinen Platz verloren und bin dann voll auf Angriff gefahren um Massa bei den zweiten Stopps hinter mir zu halten. Wir hatten in diesem Stint eine gute Pace und ich konnte meinen dritten Platz leicht halten und musste ihn nur ins Ziel bringen. Das war ein gutes Rennen für mich und eine gute Art und Weise, von den letzten Rennen wieder zurückzukommen. Ich bin für Monaco sehr optimistisch, eine meiner Lieblingsstrecken.

Ferrari

Michael Schumacher
Das Rennergebnis wurde im ersten Stint entschieden, als Fernando einen großen Vorsprung herausfahren konnte, da ich einfach nicht schnell genug war, um an ihm dranzubleiben. Giancarlo hat mich nicht aufgehalten. Nach den Rundenzeiten, die wir vorher an diesem Wochenende gefahren waren, war das überraschend, aber wir haben schon früher gesehen, dass in Barcelona schon kleine Dinge die Leistung sehr schnell beeinflussen können. Es scheint so, dass das heute auf uns einen negativen Effekt hatte und auf Renault einen positiven. Acht Punkte sind immer noch gut kann ich heute sagen, während ich letztes Wochenende enttäuscht war, nur zwei Punkte gewonnen zu haben, hier kann ich froh sein, nur zwei verloren zu haben. Die Saison ist noch lang und wir werden weiterkämpfen und versuchen zu gewinnen.

Felipe Massa
Das Auto hat gut funktioniert und unsere Pace war wie erwartet, aber heute waren unsere Konkurrenten einfach etwas schneller als wir! Ich hatte in einigen wichtigen Phasen des Rennens etwas Verkehr vor mir und das ist auch einer der Gründe, warum ich nicht auf Giancarlo aufschließen konnte um zu versuchen, im Verlauf der Boxenstopps an ihm vorbeizukommen. Alles in allem haben wir einige wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln können.

McLaren-Mercedes

Juan Pablo Montoya
Ich hatte einen grauenvollen Start und habe drei oder vier Plätze verloren, habe es aber geschafft, in der ersten Kurve etwas Boden gutzumachen und war dann Elfter. Dann weiß ich nicht genau, was passiert ist, aber ich habe das Auto aus der Kontrolle verloren und saß auf dem Randstein auf und das war's dann. Durch unsere Strategie hatte ich viel Benzin an Bord und so wie es aussah, denke ich, hätten wir heute ein paar Punkte sammeln können. Alles in allem ein schwieriges Wochenende für uns, aber wir werden diese Woche wieder testen und freuen uns dann auf den Grand Prix von Monaco.

Kimi Räikkönen
Ein recht ereignisloses Rennen für mich. Ich hatte einen guten Start als ich vom neunten auf den fünften Platz fahren konnte und das war dann der ganze Fortschritt, den ich machen konnte. Es war dieses Wochenende einfach nicht möglich, mit den Renault und den Ferrari mitzuhalten und wir werden vor dem Grand Prix von Monaco nach Wegen suchen, wie wir uns verbessern können.

Honda

Jenson Button
Das Auto hat gut funktioniert und es war ein recht fehlerloses Rennen, obwohl ich im ersten Stint hinter Rubens war und Räikkönen wegfahren konnte. Sobald ich freie Bahn hatte, funktionierte das Auto sehr gut - wohl am besten seit Malaysia. Ich war recht zufrieden, als ich Runde um Runde auf Räikkönen ein oder zwei Zehntel aufholen konnte und es wäre ein engerer Kampf geworden, wenn ich nicht noch unter den Problemen gelitten hätte, die ich gestern beim Qualifying hatte. Ich freue mich auf Monaco und auf die Tests in Vallelunga nächste Woche, wo wir uns auf das Rennen vorbereiten werden.

Rubens Barrichello
Es war ein schwieriges Rennen, aber zwei Autos in den Punkten ist kein schlechtes Ergebnis, wenn man bedenkt, wie stark die Konkurrenz ist. Ich habe am Start einen Platz verloren und habe dann wegen Problemen mit dem Benzindruck auf meiner Runde in die Box noch mehr Zeit verloren. Danach lief alles ziemlich nach Plan, abgesehen von ein paar Vibrationen im letzen Stint, die mich auch wieder Zeit gekostet haben. Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, uns für Monaco zu verbessern, denn das ist eine Strecke, auf der wir stark sein können.

BMW-Sauber

Nick Heidfeld
Ich bin sehr zufrieden. Wir wollten im Qualifying in die Top-Ten und im Rennen in die Punkte. Beide Ziele haben wir erreicht. Für mich ist es sehr wichtig, dass jetzt wieder alles normal läuft, unsere Maßnahmen greifen und wir verstanden haben, wo unsere Probleme lagen. Mein Start war nicht gut, aber ich konnte meinen zehnten Platz verteidigen. Die Balance des Autos war über die gesamte Distanz in Ordnung. Wichtig war sicher auch, dass ich Barrichello überholen konnte. Sein Auto war zu diesem Zeitpunkt schwer, meines war leicht. Hätte er mich aufgehalten, hätte es am Ende wohl nicht für den Punkt gereicht. Aber ich konnte ihn in Kurve eins außen überholen, und so etwas macht immer Spaß.

Jacques Villeneuve
Ich hatte einen guten Start, aber die beiden Super Aguri hatten ganz erstaunliche Starts. Dann waren überall um mich herum Autos, ich wusste kaum, wohin. In der ersten Kurve war ich neben David Coulthard. Er hat mich etwas nach außen gedrängt, was okay war. Jedenfalls habe ich sechs Sekunden in den ersten zwei, drei Runden verloren. Wir konnten heute nicht sehr viel tun. Mit einem besseren Start maximal Platz zehn. Unser Tempo im Rennen war gut, und mein Motor ist noch relativ frisch für Monaco. Also können wir dort relativ viel fahren, und wir sollten dort auch schnell sein.

Williams

Mark Webber
Unsere Strategie heute war ähnlich wie die vieler anderer, aber wir waren hier nicht schnell genug. Barcelona war auch den ganzen Winter über hart für uns und die Vorbereitung auf das Rennen selbst war nicht anders. Mit einer Runde Rückstand ins Ziel zu kommen ist nicht gut, aber alle bei Williams werden ihr Bestes gaben, damit wir in Monte Carlo besser sind.

Nico Rosberg
Dir Formel 1 ist anders als die GP2, wo man egal wo, im Rennen immer kämpfen konnte und oft konnte man dann auch ein paar Punkte holen. In der Formel 1 ist das aber anders und manchmal hat man Rennen, wo man keine Punkte bekommt, so wie heute. Das Rennen war im Allgemeinen nicht so schlecht, da ich vom dreizehnten Startplatz auf Platz elf vorfahren konnte. Leider passierte bei meinem zweiten Stopp aber ein Fehler und ich bin hinter Trulli zurückgefallen, was mich im letzten Stint Zeit gekostet hat. Ich habe es zwar versucht, aber ich bin nicht an ihm vorbeigekommen. Ich hatte heute auch mein erstes Erlebnis, überrundet zu werden und das ist kein angenehmes Gefühl! Das positive ist aber, dass Mark und ich beide das Rennen beendet haben und jetzt freue ich mich auf Monaco, wo ich einen neuen Motor haben werde und wo wir auch stark sein sollten. Ich war in der GP2 letztes Jahr Dritter und das ist ein gutes Omen für mich.

Toyota

Ralf Schumacher
Bei Toyota gehen wir als Rennfahrer an den Start und wir dürfen uns im Rennen gegenseitig überholen. Das bedeutet, dass solche Dinge passieren können. Heute war ich im ersten Stint knapp hinter Jarno und in Runde sechzehn habe ich eingangs der ersten Kurve versucht, ihn zu überholen. Das war ganz normal in einem Rennen, aber dieses Mal haben wir uns berührt. Es war kein harter Aufprall, aber ich habe leider meinen Frontflügel verloren als ich seine Reifen traf und musste an die Box um einen neuen zu holen. Das hat mich weit zurückgeworfen und dann hatte ich ein Elektronikproblem und musste aufgeben. Alles in allem war es ein Tag zum vergessen. Aber wir waren wenigstens im Qualifying schnell und müssen jetzt versuchen, in Monaco wieder in die Punkte zu kommen.

Jarno Trulli
Am Anfang hatten Ralf und ich ähnliche Strategien. Aber ich war auf alten Reifen, die gekörnt haben und er war schneller. Al er mich angriff, bin ich meine normale Linie gefahren. Ich habe ihm die Tür nicht absichtlich zugemacht und habe auch nichts Ungewöhnliches gemacht. Ich habe die Kollision gar nicht mitbekommen und habe es erst gemerkt, als Ralf aus meinem Spiegel verschwand. Da hat keiner eine Schuld, das war ein normaler Rennunfall. Toyota erlaubt seinen Fahrern, auf gleicher Basis zu fahren, aber es tut mit wirklich leid, denn er ist mein Teamkollege und keiner will im Team Probleme haben. Ich hoffe also, wir können die Situation klären und ich bin sicher, wir werden das auch. Ich hatte keinen Schaden und in meinem zweiten Stint war ich viel konkurrenzfähiger, die Probleme kamen aber im letzten Stint zurück. Wir müssen deshalb die Daten analysieren um zu sehen, was passiert ist. Dann habe ich eine Menge Arbeit um das richtige Setup des Autos für meinen Fahrstil zu finden.

Reb Bull Racing

David Coulthard
Das war ein ziemlich langes, einsames Rennen. Ich hatte ein Problem mit den Bremsen als ich in die Startaufstellung fuhr und habe die Räder drei oder vier Mal blockiert. Das war nicht sehr vertrauenerweckend und ich konnte die Kurven das ganze Rennen lang nicht aggressiv anfahren. Für mich war das kein guter 200. Grand Prix.

Christian Klien
Mein Start war nicht sehr gut und ich habe zwei Plätze an die Toro Rosso verloren. Ich war hinter Tonio (Liuzzi), da aber die allgemeine Pace des Autos nicht so schlecht war, konnte ich ihn überholen und auf Rosberg aufholen. Nach meinem ersten Stopp war es schwieriger, die gleiche Pace beizubehalten, da es so viele blaue Flaggen gab und ich habe den Abstand zwischen mir und Rosberg verloren. Aber wenigstens haben wir das Rennen mit beiden Autos beendet und das ist eine gute Sache.

Scuderia Toro Rosso

Vitantonio Liuzzi
Ich glaube, es war ein Fehler, das Rennen auf gebrauchten Reifen zu starten, da wir mit den anderen tempomäßig nicht mithalten konnten. Der zweite Stint war viel besser und ich habe nach den Boxenstopps einige Positionen gutmachen können. Unsere Pace und das Handling waren gut, aber in der letzten Runde musste ich mit einem Hydraulikproblem an der Lenkung stoppen. Es ist Shit, in einem Rennen über 66 Runden 65 zu fahren.

Scott Speed
Nach der Hälfte des zweiten Stint hat mein Motor seinen Geist aufgegeben und das ist wirklich schade, denn ich denke, ich hatte einen unglaublichen Start. Ich habe Rosberg sehr aggressiv angegriffen und es hat sich ausgezahlt und ich war Elfter. Also dachte ich, ein Punkt wäre vielleicht möglich gewesen. In Monaco werden wir aber wieder stark sein.

Midland F1

Tiago Monteiro
Wir werden besser und besser und das ist ein sehr positiver Punkt für uns. Vielleicht war das heute nicht sehr offensichtlich, aber wir hatten ein sehr gutes Auto und ich muss meinem Team wieder danken, denn sie haben einen tollen Job gemacht. Ich habe mich in meinem Auto heute wirklich wohlgefühlt. Es ist zu schade, dass Montagny mich zu Beginn des Rennens von hinten angeschupst hat und ich mich gedreht habe, denn das hat leider meine Rennstrategie über den Haufen geworfen.

Christijan Albers
Wir wussten vor dem Rennen, dass wir nicht die Topspeed hatten, um konkurrenzfähig zu sein. Mein Problem war heute, dass ich in den Kurven Zeit gewonnen habe und auf den Geraden wieder verloren. Zu allem Unglück ging auch noch mein Frontflügel kaputt und hat einige andere Dinge beschädigt, die das Auto unfahrbar gemacht haben. Das Auto wurde zu schwierig zu kontrollieren. Für Monaco planen wir aber, das Chassis auszutauschen und wir werden beide neue Motoren haben und das wird hoffentlich helfen.

Super Aguri F1

Takuma Sato
Es war gut, wieder ein Rennen zu beenden - unser erstes, seit wir wieder in Europa zurück sind. Ich hatte einen schwierigen Start; ich war Seite an Seite mit Monteiro als er mich von der Strecke in die Wiese abdrängte und ich habe viel an Drehzahl verloren. Eingangs Kurve eins habe ich beim Anbremsen wieder Positionen gutgemacht und habe ein paar Autos überholt. Als ich dann zu Kurve drei kam waren die Reifen immer noch schmutzig und in schlechter Verfassung, und so habe ich in Kurve vier die Kontrolle über das Auto verloren. Danach hatte ich mit Übersteuern zu kämpfen und bin nur hinter dem Auto vor mir hergefahren, als ich wieder die Kontrolle verloren habe. Nachdem wir beim ersten Boxenstopp einiges verändert haben, fühlte sich das Auto viel besser an und ich konnte den Rest des Rennens gut fahren.

Franck Montagny
Es ist natürlich schlecht, dass wir das Rennen nicht beendet haben und nach zehn Runden aufgeben mussten, aber ich hatte einen guten Start und konnte Taku (Sato) und die beiden Midland überholen, es wird also besser. Wir hatten nach ein oder zwei Runden ein paar kleine Platzkämpfe, danach hatte ich aber etwas Platz und meine Rundenzeit war OK. Ich bin ganz zufrieden, denn wir haben nach drei Tagen endlich ein gutes Setup für das Auto gefunden. Wir müssen an den neuen Reifen und dem Getriebe noch arbeiten, denn es scheint so, als ob wir uns etwas mehr auf die Details konzentrieren müssen und wenn wir das tun, denke ich, wird es besser und besser. Wir haben einige positive Erfahrungen, die wir von diesem Wochenende mitnehmen können, und für mich war es schön, ein paar Runden lang vor meinem Teamkollegen zu sein.