Fernando Alonso wird gerne als der moderne Alain Prost bezeichnet. Der Spanier fährt immer genau den Platz ein, den er benötigt. Beispielsweise bei seinem WM-Titelgewinn in Interlagos. Aber er begnügt sich auch im Laufe des Jahres schon einmal mit einem zweiten Rang. Denn er weiß genau, dass ihm sein riesiger Vorsprung in der WM-Wertung nur schwer zu nehmen ist, wenn er immer konstant Punkte holt.

Deshalb war es auch am Nürburgring sein vorrangiges Ziel auf dem Podium zu stehen. "Dieser zweite Platz ist ein fantastisches Ergebnis", sagte er. "Ferrari war heute etwas schneller als wir." Für sein Heimrennen in einer Woche ist er jedoch optimistisch: "Ich glaube, dass wir es dann umdrehen können."

Insgesamt beschreibt auch Chefrenningenieur Pat Symonds den 2. Rang als "nicht allzu enttäuschend". Grade im Hinblick auf die langfristige Entwicklung der Meisterschaft.

"Das war ein gutes Rennen, allerdings waren unsere Gegner an diesem Wochenende etwas schneller", bestätigte Teamboss Flavio Briatore. "Wir nahmen McLaren Mercedes Punkte ab und verloren nur zwei an Ferrari. Zudem hat Fernando den Schaden in der Fahrerwertung minimiert."

Nichtsdestotrotz musste Briatore eingestehen, dass "Ferrari und Bridgestone" am Ring "zu stark" für seine Truppe waren. "Unter diesen Bedingungen ist der zweite Platz wie ein Sieg."