Ein Tabakriese, der 70 Millionen Dollar für das Mega-Gespann Michael Schumacher/Kimi Räikkönen auf den Tisch legen würde. Ein Vorvertrag von Räikkönen mit der Scuderia Ferrari. Ja sogar eine bereits unterschriebene Verpflichtung des "Iceman" - inklusive einem angeblichen "Anti-Schumacher-Lager" in Maranello, weil man ohnehin längst den finnischen Blondschopf unter Vertrag habe. Eine andere Version aus der Gerüchteküche wollte erfahren haben, dass man Räikkönen mit dem Segen von Michael Schumacher verpflichtet habe. Finnische und auch deutsche Zeitungen, ja sogar renommierte britische Motorsportzeitschriften übertrafen einander mit den neuesten "Kimi nach Maranello"-News...

Doch jetzt hat der FIAT- und Ferrari-Präsident höchstpersönlich all diese "Wahrheiten" ins Reich der Märchen verbannt. In einem Interview mit der italienischen Gazzetta dello Sport erklärte Luca di Montezemolo zu den Gerüchten rund um eine angebliche Einigung mit Kimi Räikkönen: "Da ist nichts dran. Wir halten ihn lediglich für einen der drei derzeit besten Piloten."

Laut dem 56jährigen strebt die Scuderia eine Vertragsverlängerung mit Michael Schumacher an. "Schumacher weiß, dass wir uns mit ihm einigen werden, wenn er zwei Jahre bleiben will." Verschiedenen Berichten zufolge hätte Ferrari zwar lieber einen Einjahresvertrag abgeschlossen, Schumacher-Manager Willi Weber soll jedoch auf einen Zweijahresvertrag pochen. Montezemolo schätzt die Chancen, dass der siebenfache Weltmeister seine Karriere bei den Roten fortsetzen werde auf "50 zu 50" ein. Wie auch immer die Entscheidung aussehen wird, der Präsident kann eines versichern: "Innerhalb eines Monats werden wir alles wissen."

Dies passt zu den Aussagen des MotoGP-Champions Valentino Rossi, der im Rahmen seines 100. WM-Rennens in der Türkei erklärte, er müsse bis zum Juni seine Entscheidung treffen. Dass für ihn wegen des angeblichen "Dreamteams" Schumacher/Räikkönen kein Platz mehr bei Ferrari sein könnte, hat auch Rossi entschieden dementiert: "Nein, nein, so ist das nicht. Die Tür steht offen." Jetzt hat auch Montezemolo bestätigt: "Wir werden in den nächsten Wochen mit Rossi verhandeln, um dann eine Entscheidung zu fällen."