Macht er jetzt weiter oder nicht? Kaum eine Frage bewegt die Formel 1 Welt schon so lange und so intensiv, wie jene nach der Zukunft von Michael Schumacher. Allerdings ist das kein Wunder: Schließlich will eben jeder wissen, ob der einzige siebenfache Weltmeister der F1-Geschichte noch länger auf Titel- und Siegejagd geht.
Neben den Italienern interessieren sich natürlich ganz besonders seine Landsleute für seine Zukunft. Bekanntlich begründete er Mitte der Neunziger den großen F1-Boom in deutschen Landen. Sollte er nun aufhören, wäre das für die F1-Begeisterung sicherlich nicht gerade förderlich.

Und an dieser Stelle tritt erwartungsgemäß Mr. Bernie Ecclestone auf den Plan: Denn eines kann der weißhaarige F1-Boss keineswegs zulassen - Einnahmenverluste oder Quoteneinbrüche auf einem seiner wichtigsten (alten) Märkte.
Aber selbst wenn Michael Schumacher seinen Vertrag mit der Scuderia Ferrari um ein oder wie zuletzt spekuliert zwei Jahre verlängern und damit auch noch den letzten großen Rekord (jenen der meisten GP-Teilnahmen) inhalieren sollte; irgendwann wird auch er sein rotes Cockpit räumen und mit Corinna in den wohlverdienten Ruhestand reiten.
Die offensichtlichen Thronfolger
Was wird dann aus Bernies TV-Quoten? Mit Nick Heidfeld, Nico Rosberg und nicht zuletzt Bruder Ralf fahren bereits jetzt drei weitere Deutsche in der Königsklasse. Und zumindest die Zielsetzung des Trios lässt auf einen erfolgreichen Nachfolger aus dem eigenen Land hoffen: Ralf will mit Toyota ganz nach oben - und kaum jemand zweifelt daran, dass es die Japaner eines Tages schaffen werden. Ob das dann allerdings mit Ralf der Fall sein wird, daran zweifeln wiederum mehr Experten...
Genauso wenig Zweifel gibt es daran, dass BMW Sauber in einigen Jahren Siege und höchstwahrscheinlich den Titel einfahren wird. Nick Heidfeld hat als Wunschfahrer die besten Karten, dann in der weiß-blauen Pole Position zu sitzen. Bei Williams erscheint die Zukunft hingegen nicht ganz so weltmeisterlich, allerdings darf man die Truppe von Sir Frank und Patrick Head niemals abschreiben. Der erfolgreichste Rennstall der 90er weiß durchaus noch wie man gewinnt - wenn auch nur wage. Ob Nico Rosberg dann noch in einem FWxx sitzen wird, ist jedoch fraglich. Der Jungspund soll angeblich bereits erste Angebote anderer Top-Teams erhalten haben. Aufgrund seines Alters, könnte er jedoch der wahrscheinlichste Nachfolger auf Michael Schumachers WM-Thron werden. Denn Quick Nick und Ralf müssen dafür noch einige Jahre Aufbauarbeit leisten.
Das Kapital der Zukunft

Aber die drei deutschen F1-Stammpiloten neben Michael Schumacher sind nicht die einzigen Hoffnungsträger des schwarz-rot-goldenen Motorsports. In den letzten Jahren haben sich viele weitere junge Talente in diversen Rennserien in Szene gesetzt und damit den Ruf erarbeitet eines Tages vielleicht in die F1 aufzusteigen und dort dafür zu sorgen, dass die deutsche Nationalhymne auch in der Zeit nach dem erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten ein oft gespieltes Stück Liedgut bleibt.
Einen ersten Schritt in die diese Richtung haben Adrian Sutil und Markus Winkelhock gemacht. Beide sind als Testfahrer in der Königsklasse vertreten und konnten bei ihren gelegentlichen Einsätzen für MF1 Racing überzeugen. Während Winkelhock an zwei GP-Freitagen eine starke Leistung zeigte, erhält Sutil am nächsten Wochenende am Nürburgring seine erste Chance sein Können als Freitagstester unter Beweis zu stellen.
Es gibt aber noch mehr deutsche Nachwuchstalente außerhalb der Formel 1. Im Rahmen der europäischen Grand Prix dürfen Timo Glock und Michael Ammermüller in der GP2 Serie vor den Augen des F1-Fahrerlagers vorfahren. Während Glock bereits F1-Erfahrung besitzt und im letzten Jahr weitere Erfahrungen in der amerikanischen Champ Car Serie sammeln konnte, überzeugte Ammermüller als GP2-Neuling mit einem imposanten Sieg in seinem zweiten Rennen!

Wenn wir die Serienleiter von der angeblich besten Nachwuchs-Formel weiter herunterklettern, gelangen wir in die Formel 3 Euro Series. In dieser mischt ein gewisser Sebastian Vettel ganz vorne mit. Der BMW- und Red Bull-Schützling durfte bereits einmal einen F1-Boliden testen und gilt als sicherer Anwärter auf weitere Testfahrten für das BMW Sauber Team. Mit seinem ersten F3-Sieg untermauerte er beim Saisonauftakt in Hockenheim seine Titelambitionen. Am gleichen Wochenende sorgte in der Formel BMW der Sieger des ersten Formel BMW Weltfinales von Bahrain für Aufsehen: Marco Holzer gewann beide Läufe der Nachwuchsserie und deutete damit sein Potenzial an.
Natürlich steht all diesen Jungspunden noch ein langer Weg bevor, wenn sie tatsächlich eines Tages in der Formel 1 landen möchten, aber das Potenzial für zukünftige Erfolge ist im deutschen Motorsport auf alle Fälle vorhanden. Wenn Sie die potenziellen Stars von morgen schon heute auf ihrem Weg durch die Motorsportklassen begleiten möchten, sind Sie übrigens bei uns genau richtig: Egal ob Sutil, Winkelhock, Glock, Ammermüller, Vettel oder Holzer - motorsport-magazin.com hat sie alle!
Die Stars von morgen schreiben bei motorsport-magazin.com
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