In Deutschland haben der Hockenheim-Ring und der Nürburgring mit finanziellen Problemen zu kämpfen, in anderen Ländern boomt die Formel 1 und die Rennstrecken schießen wie Pilze aus dem Boden. Sogar in Spanien, der früheren Hochburg der Motorradrennen, erlebt die Königsklasse dank Fernando Alonso einen ungeahnten Boom. Der Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo, bisher nur für Formel 1-Testfahrten genutzt, schickt sich an, in Konkurrenz zur Traditionsstrecke in Barcelona zu treten.
Die Verantwortlichen planen einen großangelegten Umbau der Strecke um künftig zum regulären Grand Prix-Austragungsort zu werden. Neben einer generellen Verbesserung der Infrastruktur, soll der Circuit de la Comunitat Valenciana eine neue Gerade bekommen, schnellere Kurven sowie zwei Haarnadelkurven um Überholmöglichkeiten zu schaffen. Obwohl die Arbeiten bisher noch nicht begonnen haben, stattete Formel 1-Chef Bernie Ecclestone den Spaniern am vergangenen Wochenende schon mal einen Besuch ab um die Örtlichkeiten im Rahmen des GP2-Rennens genauer zu inspizieren. Es gäbe zwar noch keinen Vertrag, wiegelte Ecclestone ab, "ich sage aber nie 'nein'. Warten wir einfach ab dann werden wir schon sehen. Was wir hier haben, ist sehr gut," berichtet Autosport heute.
Der Geschäftsführer der Strecke, Eduardo Nogues, gab schon vor Wochen zu, dass man sich intensiv um ein Formel 1-Rennen bemühen würde. "Die Formel 1 ist der Maßstab für jede Rennstrecke und der Traum aller Rennsportfans in Valencia und jetzt ist es an der Zeit, Bernie Ecclestone und allen in der Formel 1 zu zeigen, dass alle hier gerne ein Rennen zu Gast hätten."

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