Für die Techniker ist Melbourne 2006 nicht wirklich vergleichbar mit Melbourne 2005. Williams-Technikdirektor Sam Michael erklärt die Hintergründe: Zunächst herrschen in Down Under Ende März andere Temperaturen als noch am Beginn des Monats - der Hochsommer ist vorüber, die Temperaturen sind gesunken und die Regenwahrscheinlichkeit ist gestiegen. "Das wird sich vor allem auf die Reifenwahl auswirken", sagt Michael.
Zudem gilt die Strecke im Albert Park, mit den kurzen Highspeedpassagen zwischen den Kurven und Schikanen, als "Bremsenmörder" - doch auch auf diesem Gebiet gibt es neue Parameter - auch hier müssen die Ingenieure mit anderen Temperaturwerten rechnen: "Weil die Power mit der Einführung der V8-Technologie gesunken ist, hat sich auch die Energie, die beim Bremsen verarbeitet wird, verringert. Das führt zu geringerer Bremsabnützung und auch zu niedrigeren Bremstemperaturen."
Williams hat deshalb in Valencia getestet, auch "weil der Kurs dem Melbourne-Circuit am ehesten entspricht", wie Sam Michael erklärt. Bei diesen Tests, die von den Testern Narain Karthikeyan und Alex Wurz absolviert wurden, konnte man laut Cosworth-Technikchef Simon Corbyn ein Update ausprobieren, welches bereits ein "Response" auf den Motorschaden von Nico Rosberg darstellt.
Rosberg freut sich auf Melbourne, denn: "Ich war dort noch nie. Ich habe gehört, dass es dort viel Spaß geben soll, also wird es dort gut sein." Rosberg möchte - wenig überraschend- "die gute Performance fortsetzen".
Für Mark Webber ist der Grand Prix von Australien natürlich ein "spezieller Fixpunkt im Kalender", sein Heimrennen sei "wahrscheinlich der am besten organisierte Grand Prix der Saison" und es sei "ganz besonders erfreulich, vor meinen heimischen Fans zu fahren", sagt der Australier. Die niedrigeren Temperaturen könnten "ein Faktor sein", glaubt auch Webber.

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