Als Kimi Räikkönen an die Strandbar des Ritz-Carlton-Hotels kommt, leuchten seine Arme und sein Nacken rot. Ein Tag Golfen unter der bahrainischen Sonne hat eben seinen Preis. Aber die Erscheinung des Siberpfeil-Piloten könnte ruhig auch ein Symbol für die ganze Sai-sonvorbereitung von McLaren-Mercedes sein: Das Projekt Silberpfeil ist dank Motorenprobleme leicht angebrannt. Es ist aber noch unsicher, wie schwerwiegend das Ganze für den Rest der Saison ist.
Kimi Räikkönen verbreitet eher leichten Optimismus. "Natürlich hat die Fehlerkorrektur jede Menge Entwicklungszeit im Winter gekostet, aber jetzt funktionieren die Motoren doch ganz gut", sagt er. "Renault und Honda sind sicher stark. In manchen Tests waren aber auch wir genau so schnell. Ich erwarte uns hier knapp hinter den beiden."
Räikkönen gibt zu, dass seine Stimmung nun wesentlich besser ist als noch vor einem Monat. "Und auch die im gesamten Team", betont er. "Aber es ist noch sehr schwer zu sagen, wo wir wirklich stehen. Morgen sehen wir die ersten Anzeichen dafür, und so richtig klar wird es erst beim Qualifying am Samstag."
Die Zukunft des 26-jährigen Finnen bleibt aber weiterhin ein Geheimnis, auch wenn ihn viele Zeitungen schon zu Ferrari geschrieben haben. "Es ist mir völlig egal, was geschrieben wird, das beeinflusst meine Entscheidung überhaupt nicht", sagt der Iceman, der nicht mal andeutet, dass er die Entscheidung in nächster Zukunft treffen wird. Ob er damit überhaupt bis zum Sommer warten kann? "Ich kann so lange warten, wie ich will" antwortet der Finne trotzig.
Über seine vergangenen Jahre bei McLaren spricht er dagegen offener. "Es hätte schon besser laufen können, aber es lohnt sich nicht, darüber zu grübeln", sagt er. "Letzte Saison war die mit Abstand beste, aber auch mit dem Auto hat es nicht gereicht."

diese Formel 1 Nachricht