"Ich bin kein Ferrari-Fahrer - noch nicht", soll Kimi Räikkönen zuletzt einem finnischen Kollegen gesagt haben. Bei den Italienern würde man den Nordländer auf alle Fälle nicht abweisen. Bereits vor einigen Wochen stellte Luca di Montezemolo klar, dass selbst die angeblichen Eskapaden des Ice Man kein Hinderungsgrund wären. Schließlich gebe es in Maranello nicht allzu viele Nachtclubs...

Parallel dazu machte Ross Brawn noch nie einen Hehl daraus, dass er die fahrerischen Fähigkeiten des Noch-McLaren-Schützlings sehr schätzt. Ebenso verhält es sich bei Teamboss Jean Todt. "Wenn Ferrari ihn bräuchte und er verfügbar wäre, dann lautet die Antwort ja." Die Frage hieß natürlich, ob die Roten den Vizeweltmeister verpflichten würden. "Er ist sehr stark", lobte Todt. "Er beschwert sich nie und er schiebt die Schuld niemals auf andere."

Ein möglicher Wechsel des Finnen nach Maranello hängt aber auch weiterhin an der Zukunftsentscheidung von Michael Schumacher. "Es liegt an ihm und er muss sicherlich nicht bis zum Saisonende warten, um es zu wissen", sagte Todt über die Entscheidungsfindung seines aktuellen Starfahrers.

Allerdings erweckte Todt im Gespräch mit der Gazzetta dello Sport den Eindruck, dass Ferrari über die Zukunft seines Fahrergespanns bereits mehr wisse, als man öffentlich zugibt. "Alles kommt zu seiner Zeit", beschwichtigte der kleine Franzose. "Ein Großteil der Ferrari-Zukunft ist bereits geklärt. Nicht alles zu 100%, aber die meisten offenen Fragen sind bereits beantwortet."

Während Todt zur Zukunft von Schumacher und Valentino Rossi nicht mehr sagen wollte, räumte er Felipe Massa eine Chance ein "sich gegen den besten Fahrer zu beweisen und zu demonstrieren, dass er ein großartiges Auto verdient" habe. "Egal ob bei Ferrari oder einem anderen Team."