Die Gerüchte werden immer lauter, dass Michael Schumacher Ende dieses Jahres vielleicht doch beschließen könnte, seine Formel 1-Karriere an den Nagel zu hängen und die Königsklasse, insbesondere in Deutschland, somit für viele uninteressant würde.
Formel 1-Boss Bernie Ecclestone macht sich darum allerdings gar keine Sorgen. "Wir hoffen, dass Michael Schumacher nicht aufhören wird, aber wenn er es tut, hoffe ich, dass wir sagen können, dass die Formel 1 größer ist", sagte er in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Auch nach dem tödlichen Unfall von Ayrton Senna 1994 sei die Formel 1 weitergegangen. "Er war auch überall ein großer Star. Jeder sagte damals, dass die Formel 1 am Ende sei. Aber sie war es nicht."
Wenige Tage vor dem Saisonstart in Bahrain sagte Ecclestone weiter, "Michael ist ein Racer. Wenn er sehen wird, dass er eine weitere Weltmeisterschaft gewinnen kann - warum sollte er aufhören. Es würde keinen Grund für ihn geben." Schumacher will im Sommer seine Entscheidung bekannt geben, ob er weitermacht oder aufhört, was seinen eigenen Aussagen zufolge zum großen Teil von der Konkurrenzfähigkeit seines Ferrari abhänge.
Ein Neuanfang in einem anderen Team komme für ihn kaum in Frage." Vielleicht könnte ja auch Formel 1-Neuling Nico Rosberg die Lücke schließen, die ein Michael Schumacher hinterlassen würde. Ecclestone schloss diese Möglichkeit jedenfalls nicht aus. "Es gibt keinen Grund, warum er es nicht sollte. Es gibt aber auch keinen Grund, warum er sollte," hielt sich der 75-jährige etwas bedeckt.
Die finanziellen Probleme der beiden deutschen Rennstrecken Hockenheim und Nürburgring kann der Brite ganz und gar nicht nachvollziehen. Insbesondere die diesjährige Fußball-WM in Deutschland zeige doch, dass ganz offensichtlich genügend Geld für Investitionen vorhanden sei. Es sei seltsam, war um dann ausgerechnet die Hockenheim GmbH solche Probleme habe, den Kopf aus der finanziellen Schlinge zu ziehen.
"Ich bin ein wenig überrascht, weil ich gesehen habe, wie viel Geld die Städte in die Fußball-Weltmeisterschaft stecken. Ich verstehe nicht, warum es ein Problem sein soll, Geld in die Formel 1 zu stecken. Wenn es nun darum geht, den Hockenheimring für 20 Millionen Euro zu retten, scheint es ein Problem zu sein". Auf Dauer gesehen, werde die Formel 1 sowieso weltweit größere Präsenz im Fernsehen haben als eine Fußball-Weltmeisterschaft.

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