Nach zwei Leclerc-Bestzeiten am Freitag fuhr Lando Norris die schnellste Runde im 3. Freien Training zum Mexiko GP 2026. Der amtierende Formel-1-Weltmeister umrundete das 4,304 Kilometer kurze Autodromo Hermanos Rodriguez in 1:17,600 Minuten und damit 0,001 Sekunden schneller als sein designierter Nachfolger Kimi Antonelli.

Den größten Aufreger gab es schon vor der Session: Haas schmiss Esteban Ocon mitten am Wochenende aus dem Cockpit. Über die Gründe schwieg das Team eisern, lediglich dass es sich nicht um einen krankheitsbedingten Ausfall handelt, bestätigte der Rennstall. Rio Hirakawa, der schon das 1. Freie Training als Rookie für Ollie Bearman im Einsatz war, sitzt das restliche Wochenende im Ocon-Cockpit.

Das Ergebnis: Nachdem die Top-Teams zu Beginn des Trainings auf Medium-Reifen fuhren, trainierten die Piloten am Ende allesamt auf den weichen Pirelli-Pneus für das Qualifying. Die meisten Fahrer erzielten ihre Bestzeiten dabei nicht auf der ersten Runde, sondern konnten sich anschließend noch verbessern. So auch McLaren-Pilot Lando Norris, der Kimi Antonelli die Bestzeit in letzter Sekunde um die Winzigkeit von einer Tausendstel entriss.

Auf Rang drei landete Charles Leclerc im Ferrari, der seinen ersten Versuch auf Soft abbrach. Der Freitags-Dominator fuhr seine Bestzeit erst im dritten Versuch. Ihm fehlte eine Zehntelsekunde auf die Bestzeit. Dahinter reihte sich Oscar Piastri mit zwei Zehntel Rückstand auf seinen Teamkollegen ein.

Max Verstappen, der in der Startaufstellung einen Platz nach hinten muss, wurde Fünfter. Dem Red-Bull-Piloten fehlten schon dreieinhalb Zehntel auf die Spitze. Lewis Hamilton, George Russell und Isack Hadjar komplettierten die Positionen der Top-4-Teams. Die verbleibenden zwei Plätze in den Top-10 gingen an das Racing-Bull-Duo Liam Lawson und Arvid Lindblad. Überraschend stark war Nico Hülkenberg auf Rang elf.

Warum Max Verstappen strafversetzt wird, erzählt euch Christian im Video:

Verstappen droht Lawson: „Nicht mit mir anlegen!“ - Stewards bestrafen beide! (10:07 Min.)

Die Zwischenfälle: Für eine kuriose Gelb-Phase sorgte Fernando Alonso. Der Routinier fuhr langsam auf Kurve 1 zu und beklagte sich über mangelnde Motorleistung. Plötzlich brach ihm das Heck aus und der Aston-Martin-Pilot drehte sich durch die Auslaufzone. „Das Herunterschalten hat nicht funktioniert“, berichtete er am Funk. Alonso konnte aus eigener Kraft zurück an die Box fahren und weiter am Training teilnehmen.

Die Technik: Bei Audi läuft es an diesem Wochenende weiterhin nicht. Nach lediglich zwei Runden musste Gabriel Bortoleto seinen RS 26 in der Garage abstellen. „Da stimmt etwas nicht mit meinem Motor“, funkte der Brasilianer, an dessen Heck leichte Rauchentwicklung zu sehen war. Für Bortoleto war die Session damit beendet, die Mechaniker begannen noch während des Trainings mit einem Motorwechsel.

Noch bitterer lief es für Sergio Perez. Der gesundheitlich angeschlagene Lokalmatador konnte erst gar nicht am Abschlusstraining teilnehmen. Cadillac wechselte vorsorglich den Motor vor dem Qualifying.

Das Wetter: Unter dem wolkenlosen Himmel von Mexiko Stadt stieg das Quecksilber auf 24 Grad Celsius. Die Streckentemperatur wurde am Ende mit knapp 50 Grad gemessen. Für das Qualifying heute und das Rennen morgen werden noch ein paar Grad mehr erwartet.