Beim nächsten Wochenende der Formel 1 können Red Bull und die Racing Bulls endlich wieder zu ihrer normalen Fahrerbesetzung zurückkehren. Am Dienstag vor dem Rennen wird bestätigt, dass Isack Hadjar nach seiner Verletzung am Handgelenk wieder einsatzbereit ist.
Hadjar hatte sich kurz vor dem Niederlande-GP am Ende der Sommerpause beim Training verletzt. Das zwang ihn ultimativ, die Rennen in Zandvoort, Monza und Madrid auszusitzen. Zwischendurch prüfte er zwar wiederholt seine Renn-Fitness im Simulator. Er und das Team wollten dann aber kein Risiko eingehen. In Zandvoort und Madrid war Hadjar zumindest als Zuschauer dabei.
Für Baku reicht es jetzt, um wieder ins Cockpit zu klettern. Hadjar kehrt zurück in seinen angestammten Platz bei Red Bull neben Max Verstappen. Sein Ersatzmann Liam Lawson wechselt wieder in das Racing-Bulls-Cockpit neben Arvid Lindblad. Yuki Tsunodas Mini-Comeback von drei Rennen ist beendet. Er kehrt zurück auf die Red-Bull-Ersatzbank.
"Das Team möchte sich vollauf bei Liam für seine Professionalität, seinen Einsatz und seine harte Arbeit in den letzten drei Rennen bedanken", heißt es in einer kurzen Stellungnahme von Red Bull am Dienstag. "Er wurde mit herausfordernden Umständen konfrontiert, lieferte einige beeindruckenden Leistungen ab und leistete einen wertvollen Beitrag zum Team."
Liam Lawson macht das Beste aus zweiter Red-Bull-Chance
Für Lawson war es die zweite Red-Bull-Chance gewesen, nachdem er im Vorjahr nach nur zwei Rennen zu Saisonbeginn direkt wegen fehlender Leistung degradiert worden war. Die drei Ersatzrennen ein Jahr später sahen deutlich besser aus. In Zandvoort holte er einen siebten Platz, in Madrid einen sechsten. Beide Male schlug er alle Mittelfeld-Piloten. In Monza startete er wegen einer Motorstrafe von ganz hinten.
Auch im Qualifying schlug sich Lawson kaum schlechter als Hadjar, kam in den repräsentativen Sessions auf bis zu eine Zehntel an Max Verstappen heran. Damit war er insgesamt trotz mangelnder Erfahrung im RB22 oft auf einem ähnlichen Niveau unterwegs wie Hadjar.
Verstappen nutzte das dabei als Argument dafür, dass die neuen Autos die Unterschiede zwischen den Fahrern aufgrund des Energiemanagements abflachen würden. Für die Racing Bulls dürfte Lawsons Rückkehr allerdings sehr wohl einen Unterschied machen. Vor dem Tausch hatten Lawson und Arvid Lindblad an sechs der sieben vorangestellten Wochenenden doppelte Punkteergebnisse eingefahren.
Während Lindblad in Monza und Madrid erneut punktete, schaffte es Ersatz Yuki Tsunoda nicht auf das Lawson-Niveau, und nur in Monza einmal auf den zehnten Rang. Dieser eine Punkt ist außerdem noch nicht fix. Wegen eines Missgeschicks von Tsunoda am Start hat Audi nämlich ein Verfahren vor dem FIA-Berufungsgericht angestrengt.



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