An diesem Wochenende kehrt Isack Hadjar beim Aserbaidschan GP nach seiner Handgelenksverletzung ins Formel-1-Cockpit zurück. Wie Red Bull am Mittwoch verkündete, darf es sich der Franzose darin noch eine Weile bequem machen: Hadjars Vertrag wird verlängert, er wird auch 2027 an der Seite von Max Verstappen an den Start gehen. "Seit seinem Einstieg bei uns zu Beginn des Jahres hat er sowohl auf der Rennstrecke als auch abseits davon hervorragender Leistungen gezeigt - insbesondere wenn man bedenkt, dass dies erst seine zweite Formel-1-Saison ist", lobt Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies.

Hadjar, seit 2022 Red-Bull-Junior, stieg 2025 mit den Racing Bulls in die Formel 1 auf. In seiner Debütsaison landete er mit 51 Punkten auf einem starken zwölften Platz. Highlight dabei war sein Podium beim Niederlande GP in Zandvoort.

Die Beförderung zu Red Bull 2026 kam nicht ohne Risiko. Zahlreiche seiner Vorgänger taten sich an der Seite von Max Verstappen schwer. Pierre Gasly, Alexander Albon, Liam Lawson und Yuki Tsunoda überlebten nicht einmal zwei Saisons. Nur Sergio Perez konnte sich mehrere Jahre halten, wurde aber nach der unrühmlichen Saison 2023 vom Hof gejagt. Hadjar stellte den Red Bull beim Saisonstart auf Anhieb auf Startplatz drei. "Schon an seinem ersten Wochenende in Melbourne konnte man sehen, dass er diesen Schritt mit bemerkenswerter Gelassenheit meisterte und sich seinen Platz in diesem Cockpit redlich verdient hatte", so Mekies. "Daher fiel uns die Entscheidung für eine Vertragsverlängerung leicht."

Isack Hadjar ist einer der wenigen Fahrer, welcher sich neben Max Verstappen beweisen konnte.
Isack Hadjar ist einer der wenigen Fahrer, welcher sich an der Seite von Max Verstappen beweisen konnte, Foto: IMAGO / kolbert-press

"Ich freue mich riesig darauf, weiterhin für Red Bull zu fahren. Ich bin vor acht Monaten zu diesem Team gekommen und habe sofort erkannt, welche Größe und welche Ambitionen diese Organisation hat", sagt Hadjar zur Vertragsverlängerung.

In Monaco konnte der 21-Jährige sein erstes und bisher einziges Podium mit Red Bull feiern. Allerdings gab es auch Rückschläge wie ein völlig verkorkstes Wochenende in Miami, das in der Streckenbegrenzung endete. Die drei Rennen nach der Sommerpause verpasste Hadjar wegen eines Bruchs am Handgelenk, den er sich beim Boxtraining zugezogen hatte. "Die Zeit seit seiner Verletzung war für Isack eine schwierige Phase, aber diese Vertragsverlängerung zeigt, wie sehr wir an ihn glauben", so Teamchef Mekies.

Für Red Bull ist die Vertragsverlängerung ein weiterer Schritt in ruhiges Fahrwasser. Max Verstappens Vertrag wurde erst kürzlich vorzeitig bis 2030 verlängert, der Abgang von Chef-Ingenieur Paul Monaghan konnte in letzter Sekunde noch verhindert werden. Mit Tom McCullough hat man inzwischen auch schon einen prominenten Nachfolger für den scheidenden Gianpiero Lambiase gefunden.

Zu leicht nachgegeben: Fehlt Verstappen der Biss? (27:06 Min.)