Mit Kimi Antonelli ging auch die zweite Bestzeit am Formel-1-Freitag in Madrid an Mercedes. Der WM-Leader verwies das Ferrari-Duo Charles Leclerc und Lewis Hamilton im 2. Training knapp auf die Plätze zwei und drei. George Russell verlor als Fünfter den Anschluss und schien mit dem Setup seines Autos zu hadern. Arvid Lindblad landete sensationell auf Platz vier, sorgte allerdings auch für den ersten F1-Crash auf dem neuen Madring. Weltmeister Lando Norris konnte wegen eines Defekts an seinem McLaren nicht teilnehmen. Alle Reaktionen zur Formel 1 heute in Madrid gibt es im Live-Ticker.

Das Ergebnis: Mit 1:33.662 Minuten war Kimi Antonelli auf dem Soft-Reifen von Pirelli vier Zehntel schneller als George Russell bei seiner Bestzeit im ersten Training. Der Brite haderte im FP2. Er brach seinen ersten Run auf dem weichen Reifen ab, um den Frontflügel anpassen zu lassen. Doch auch damit verbesserte er sich gegenüber seinem vorherigen Run auf Medium nur um drei Hundertstelsekunden. Mit 1:33.999 Minuten sortierte er sich als Fünfter ein.

Als Zweiter verlor Charles Leclerc nur 0,113 Sekunden auf die Antonelli-Bestmarke. Lewis Hamilton sortierte sich drei Hundertstelsekunden dahinter ein. Mit Platz vier zog sich Arvid Lindblad hervorragend aus der Affäre, bevor er sein Auto kurz nach seiner persönlichen Bestzeit in der Mauer versenkte. Hinter George Russell landete Max Verstappen auf Platz sechs, ihm fehlten vier Zehntel auf Antonelli.

McLaren war lediglich durch Oscar Piastri vertreten, der vor Yuki Tsunoda den siebten Platz belegte. Der Japaner lag eine Sekunde über der Bestzeit von Antonelli und führte das Verfolgerfeld vor Esteban Ocon an. Als Zehnter komplettierte Liam Lawson im Red Bull die Top-10. Auf den Plätzen 12 und 13 landeten die Audi-Teamkollegen. Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto fehlten allerdings schon bis zu anderthalb Sekunden auf die Spitze.

Zwei Fahrer waren von technischen Problemen geplagt. Am Aston Martin von Fernando Alonso meldete das Team vor Beginn der Session einen Defekt an der Kupplung, der durch die Probestarts am Ende des FP1 verursacht wurde. Der Spanier griff erst nach 25 Minuten ins Geschehen ein. Er kam letztendlich noch auf 14 Runden und wurde 17. Gar keine Streckenzeit bekam Lando Norris. Der McLaren des amtierenden Champions wurde von einem Getriebeproblem außer Gefecht gesetzt. Das Team konnte das Auto nicht rechtzeitig reparieren, sodass er nicht teilnehmen konnte. Lance Stroll musste kurz vor Schluss noch wegen eines Defekts an der Box abstellen.

Erster Formel-1-Unfall auf neuem Kurs in Madrid: Arvid Lindblad weiht Madring ein

Die Zwischenfälle: Wie schon im ersten Training meisterten die Formel-1-Fahrer die neue 5,414 Kilometer lange Madring auch in der zweiten Session am Freitag zunächst mühelos. Das Ausloten der Limits beschränkte sich auf leichte Mauerkontakte und Umwege durch die Auslaufzonen. Oliver Bearman schrammte früh in Turn 17 den Beton, kam aber ohne Schaden davon. Die Kurvenkombination bereitete auch den Ferrari-Fahrern ihre Probleme. Hamilton verbremste sich dort und konnte einen Mauerkontakt nur knapp verhindern.

Mehr Ärger machte erneut das Verkehrsmanagement - und auch hier war es Kurve 17. Sergio Perez stand Kimi Antonelli im Weg, der sich daraufhin am Funk beschwerte. "Natürlich ist es immer derselbe Kerl", schimpfte der Italiener über den Cadillac-Fahrer. Kurz vor Halbzeit war zur Abwechslung mal Turn 12 der Brennpunkt. Yuki Tsunoda fühlte sich in der 'Monumental' von Lewis Hamilton behindert. Der Brite entschuldigte sich per Handzeichen.

Nach 35 Minuten war es dann soweit: Arvid Lindblad verlor in Kurve 13 seinen Racing Bulls und landete in der Streckenbegrenzung. Der Rookie war mit dem Soft-Reifen auf der Suche nach dem Limit etwas zu forsch unterwegs. Er nahm zu viel Kurveneingangsgeschwindigkeit mit, das Heck brach aus und er schlug längsseits in die Barriere ein. Die Session wurde mit der roten Flagge unterbrochen. Nach knapp zwölf Minuten ging es weiter.

In der Schlussphase gab es erneut diverse kleine Zwischenfälle. Sergio Perez bummelte am Exit von 'Monumental' und stand dabei Charles Leclerc im Weg. Der Monegasse leistete sich außerdem einen Verbemser in Turn 6 und fuhr geradeaus. Kurve 12 war dann nochmal Schauplatz eines Bummler-Zwischenfalls. Yuki Tsunoda runierte Fernando Alonso die Runde, der Lokalmatador quittierte die Aktion mit einem sarkastischen 'Daumen hoch'.

Das Wetter: Gegenüber dem Mittag hatten die Temperaturen zum 2. Freien Traing am frühen Abend um 17:00 Uhr kaum nachgelassen. Die Luft wurde immer noch 30 Grad Celsius gemessen, der Asphalt stand weiterhin bei über 50 Grad Celsius. Mit 13 Prozent war die Luftfeuchtigkeit extrem gering.