Die Bestzeit im 3. Freien Training zum Japan GP geht an Kimi Antonelli. Der Mercedes-Pilot umrundete den Suzuka Circuit in 1:29,362 Minuten und ließ damit Teamkollege und WM-Leader George Russell hinter sich. Nachdem McLaren am Freitag noch Paroli bieten konnte, zerstörte Mercedes die Formel-1-Konkurrenz in der Qualifying-Generalprobe regelrecht.
Das Ergebnis: Wie üblich trainierten die Piloten auf den weichen Reifen für die Zeitenjagd am Nachmittag. Gut zweieinhalb Zehntelsekunden war Antonelli darauf schneller als Russell. Die Lücke hinter dem Mercedes-Duo ist bereits gigantisch. Fast neun Zehntelsekunden fehlten dem drittplatzierten Charles Leclerc auf die Bestzeit. Eine ganze Sekunde fehlte Oscar Piastri auf Rang vier, wenige Tausendstel dahinter sortierte sich Lewis Hamilton im zweiten Ferrari ein.
Lando Norris griff nach erneuten Technik-Problemen erst mit Verspätung ins Geschehen ein und wurde Sechster. Wieder stark zeigte sich Audi: Nico Hülkenberg landete mit 1,3 Sekunden Rückstand auf Platz sieben. Fast drei Zehntel dahinter reihte sich Max Verstappen im Red Bull auf Rang acht ein. Gabriel Bortoleto und Pierre Gasly komplettierten die Top-10.
Die Zwischenfälle: Oscar Piastri muss vor dem Qualifying bei den Stewards vorsprechen. Der Australier wärmte vor 130R seine Reifen vehement auf, übersah dabei aber, dass von hinten Nico Hülkenberg angeflogen kam. Der Audi-Pilot konnte ausweichen, beschwerte sich aber am Funk über seinen Fahrer-Kollegen. Für einen ähnlichen Zwischenfall wurde Franco Colapinto am Freitag verwarnt.
Oliver Bearman hatte nicht mit dem Verkehr, dafür aber mit seinem Auto zu kämpfen. Am Ausgang der Spoon-Kurve brach ihm das Heck aus, der Brite drehte sich nach innen Richtung Mauer. Mit einem beherzten Bremsmanöver und Gegenlenken konnte er seinen Haas vor einem Einschlag bewahren. "Das hat er gut gerettet", applaudierte George Russell, der dahinter beste Sicht auf den Zwischenfall hatte.
Die Technik: Für Lando Norris läuft das Wochenende durchwachsen. Nach Aero-Tests im 1. Training kam er wegen eines Hydraulik-Lecks im 2. Training kaum zum Fahren. Fast hätte er gar nicht am 3. Training teilnehmen können: Die McLaren-Mechaniker mussten eine Komponente am Energierückgewinnungssystem tauschen.
Obwohl die Teilnahme laut Team "extrem unwahrscheinlich" war, konnte der Weltmeister 20 Minuten vor dem Ende des Trainings auf die Strecke. Die schlechte Nachricht: Nach dem Defekt in China vor zwei Wochen musste wieder eine neue Batterie eingebaut werden. Damit ist das Kontingent für die gesamte Saison bereits aufgebraucht.
Nach der Analyse der Freitags-Daten entschied sich Pirelli dafür, die Reifendrücke nach oben zu schrauben. An der Hinterachse wurde der Mindestdruck von 25,0 auf 26,0 PSI angehoben, auf der Vorderachse bleibt es bei 28,0 PSI.
Das Wetter: Erneut perfekte Bedingungen in Suzuka. Bei 17 Grad Umgebungstemperatur wurden auf dem Asphalt knapp 40 Grad Celsius gemessen. Für das Qualifying heute (07:00 MEZ) und das Rennen morgen (07:00 MESZ) werden ähnliche Bedingungen erwartet.



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