Nachdem bereits Toyota-Technikdirektor Mike Gascoyne ernste Zweifel an den Restriktionsvorschriften für V10-Motoren geäußert hat, nahm nun auch Honda-Teamchef Nick Fry zu dem Thema Stellung.

Bekanntlich wird die Scuderia Toro Rosso als einziges Team keinen 2,4 Liter V8- sondern einen laut FIA-Reglement gedrosselten 3 Liter V10-Motor einsetzen. Diese Regelung war für finanzschwache Teams wie Minardi vorgesehen - doch nun kommen immer mehr Zweifel bei den Konkurrenten der Scuderia auf, denn die Drosselung würde, so befürchtet man, dem Zweitteam von Red Bull Vorteile verschaffen, weil sie zu wenig streng sein soll.

Nick Fry erklärte gegenüber Autosport: "Wir müssen abwarten und sehen was passiert. Wir müssen sehen, ob die Gleichheitsformel der FIA auch wirklich gerecht ist. Im Moment denken jene Teams, die einen V8 einsetzen, dass die Restriktion zu generös ist..."

Mike Gascoyne berichtete von einem Test im Toyota-Werk, bei diesem soll der gedrosselte V10 deutlich stärker gewesen sein. Zudem kritisierte der Brite, dass die von der FIA angewandte Restriktionsformel ausgerechnet von Cosworth beigesteuert wurde, wo doch ein Cosworth-V10 im Heck der STR-Boliden arbeiten wird.

Nick Fry sagte dazu: "Ich weiß, dass es einen Test gegeben hat, aber wir überlassen es der FIA, zu sagen was fair ist. FIA-Präsident Max Mosley und der FIA-Delegierte Charlie Whiting haben klar gemacht, dass sie wenn nötig notfalls binnen 24 Stunden die Restriktionsformel ändern würden. Sie sagten immer, dass die Regel noch modifiziert werden könnte, denn sie wollen, dass die Regel fair ist. Wir warten jetzt ab, was passieren wird..."