Gut ein halbes Jahr ist es her, seit der offizielle Formel-1-Film "F1" mit Brad Pitt in den heimischen Kinos anlief. Der Hollywood-Streifen, in dem sich das fiktionale Hinterbänkler-Team APEX GP mithilfe des alternden Rennfahrers Sonny Hayes an die Spitze der Königsklasse kämpft, war ein sofortiger Kassenschlager: Bereits am ersten Wochenende spielte der Action-Film weltweit fast 150 Millionen Dollar (127,95 Millionen Euro) ein. Mittlerweile wuchsen die Einnahmen auf über 630 Millionen Dollar (536,8 Millionen Euro) an, was "F1" zu einem der zehn erfolgreichsten Filme des Jahres 2025 macht.
Darum war es wenig überraschend, als die Kandidaten-Liste für die Oscar-Verleihung 2026 am Donnerstag veröffentlicht wurde: Der F1-Film ist für vier Preise nominiert, darunter auch für die heiß umkämpfte Kategorie "Bester Film". Neben dem prestigereichsten Sieg des Abends könnte das Team um die Produzenten Joseph Kosinski und Jerry Bruckheimer auch die Goldjungen für besten Ton, Schnitt und visuelle Effekte mit nach Hause nehmen.
Starke Konkurrenz für "F1" bei Oscar-Preisverleihung
Dass sich der von Apple produzierte Film in der Hauptkategorie gegen die starke Konkurrenz durchsetzt, ist jedoch unwahrscheinlich. Motorsport-Filme sind seltene Gewinner in den großen Kategorien von Hollywood-Preisverleihungen. Mit Gegnern wie dem Horrorfilm "Sinners", der mit insgesamt 16 Nominierungen einen neuen Oscar-Rekord aufstellte, oder bereits viel ausgezeichneten Projekten wie "Marty Supreme" und "Hamnet" hat der Formel-1-Streifen schlechte Karten.
In den Nebenkategorien könnte es mit einer Auszeichnung schon eher klappen. Die Kinematografie von "F1" erhielt lautstarken Beifall aus der Film- und Formel-1-Welt. Die F1-Fahrer lobten die spektakulären und realistischen Fahrszenen, die am Rande echter Grand-Prix-Wochenenden in den Saisons 2023 und 2024 gefilmt wurden. Für die Aufnahmen entwickelte das Film-Team eigene Kameras, die klein und leicht genug für die umgebauten Formel-2-Autos von Brad Pitt und Co-Star Damson Idris waren.
Auftritte von Formel-1-Fahrern auf dem Roten Teppich wird es bei der Oscar-Nacht wohl eher nicht geben, auch nicht von Mitproduzent Lewis Hamilton. Die Preisverleihung am 15. März überschneidet sich mit dem Großen Preis von China. Aber womöglich bietet sich in einigen Jahren noch einmal die Chance: Regisseur und Produzent Joseph Kosinski dachte bereits laut über eine Fortsetzung nach.
Der Film "F1" wurde von der breiten Masse gefeiert – aber Formel-1-Experten erkannten die Fehler und Hollywood-Anpassungen. Was die Experten von Motorsport-Magazin.com zur Königsklasse auf der großen Leinwand sagen, erfahrt ihr im Video!



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