3. Training, 3. McLaren-Bestzeit: So dominant wie in der Qualifying-Generalprobe auf dem Bahrain International Circuit war der Konstrukteursweltmeister aber noch nicht. Oscar Piastri benötigte für die 5,412 Kilometer 1:31,646 Minuten und ließ damit selbst Teamkollege Lando Norris meilenweit hinter sich. Charles Leclerc hatte im Ferrari als erster McLaren-Jäger bereits mehr als acht Zehntel Rückstand.

Wie üblich waren die Bedingungen im 3. Freien Training in Bahrain wenig repräsentativ. Das Qualifying heute um 19:00 Uhr Ortszeit (18:00 Uhr MESZ) findet erst nach Sonnenuntergang bei etwas kühleren Bedingungen statt. Trotz der Bedingungen schossen sich die Piloten auf den Soft-Reifen ein.

Das Ergebnis: 0,668 Sekunden brummte Oscar Piastri seinem McLaren-Teamkollegen Lando Norris auf. Fast weitere zwei Zehntel fehlten Charles Leclerc im Ferrari. George Russell schaffte es im Mercedes auf Rang vier nicht einmal innerhalb einer Sekunde zu bleiben. Satte 1,2 Sekunden hatte er Rückstand auf die Piastri-Bestzeit. Dahinter ging es eng zu: Teamkollege Kimi Antonelli reihte sich eine Zehntel hinter Russell ein.

Auf Rang sechs landete Pierre Gasly im Alpine vor Isack Hadjar im Racing Bull. Weltmeister Max Verstappen musste sich auf Rang acht erneut vom Rookie im Junior-Team geschlagen geben. Carlos Sainz und Lewis Hamilton komplettierten die Top-10. Nico Hülkenberg verpasste wegen eines Technik-Problems 30 Minuten der Session landete auf Rang 19.

Die Zwischenfälle: Zur Halbzeit war die Session für Nico Hülkenberg beendet. Der Sauber-Pilot musste seinen Boliden am Streckenrand abstellen, nachdem er den Vortrieb ohne Vorwarnung verloren hatte. Zunächst blieb Hülkenberg im Auto sitzen und wollte den Ferrari-V6 im Heck wieder starten, doch vom Team gab es eine Absage. "Es sieht nicht so aus, als würden wir wieder fahren können", hieß es am Funk. Bei einer kurzen VSC-Phase konnte der Sauber geborgen werden.

Charles Leclerc musste bei seinem Longrun einen ungeplanten Zwischentopp einlegen. Der linke Rückspiegel hatte sich ohne Vorwarnung gelöst und flog in der Anbremszone über den FIA-Zaun. Nach einer kurzen Reparaturpause konnte Leclerc wieder auf die Strecke gehen.

Für eine kurze Gelb-Phase sorgte George Russell. Der Mercedes-Pilot verlor mitten in Kurve 10 die Kontrolle über sein Auto und drehte sich quer über die Strecke. "So wenig Grip hatte ich noch nie in einem Formel-1-Auto", schimpfte der Brite. Die kleine Pirouette blieb für ihn ohne Konsequenzen, kurz darauf ging er auf frischen Reifen auf Zeitenjagd.

Die Technik: Über Nacht kam es zu einem in der Formel 1 sehr unüblichen Vorgang. Pirelli senkte den Mindestdruck bei den Hinterreifen. Die Vorgabe wurde um 1,0 PSI auf nun 20,0 PSI gelockert. Dadurch ist der Fußabdruck der Reifen auf der Strecke größer, die Fahrer sollten etwas mehr Grip auf der Hinterachse haben. An der Vorderachse blieb es bei 23,0 PSI.

Das Wetter: Während des Formel-3-Rennens wurden noch über 38 Grad Celsius Umgebungstemperatur gemessen. Obwohl das 3. Training ebenfalls bei Tageslicht stattfand, hatte es sich schon etwas abgekühlt. 30 Grad Luft- und etwas über 40 Grad Asphalttemperatur wurden gemessen. Für das Qualifying der Formel 1 heute und das Rennen morgen werden nach Sonnenuntergang noch ein paar Grad weniger erwartet.

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