Der sportliche Erfolg von McLaren in der Formel-1-Konstrukteurswertung 2024 bringt nicht nur finanzielle Vorteile mit sich. Einerseits erhält der Konstrukteurs-Weltmeister natürlich höhere Prämien, andererseits muss das Team aber auch eine höhere Startgebühr für das Jahr 2025 bezahlen. Die Mannschaft aus Woking muss 6.115.429 Millionen US-Dollar an die FIA entrichten, um in der kommenden Saison an der Weltmeisterschaft teilnehmen zu dürfen.

In dem Ranking folgt der Zweitplatzierte der Konstrukteurs-WM Ferrari mit fast genau einer Million Dollar weniger und dahinter Red Bull mit knapp 4,7 Millionen Dollar. Sieben der zehn Teams müssen mehr als eine Million Dollar an Startgebühren zahlen, die Racing Bulls bleiben als "erstes Team" mit 992.957 Dollar knapp darunter. Die Staffelung der Gebühren aller zehn Teams zeigt das folgende Diagramm:

Als Letztplatzierter in der Teamwertung bekommt Sauber nicht nur die geringste Prämie, sondern muss auch die niedrigsten Startgebühren entrichten: 707.399 Dollar sind es für das Team aus Hinwil in der Schweiz.

Die Maximalgebühr von McLaren fällt mit gut 6,1 Millionen Dollar niedriger aus als der Betrag, den Red Bull vor der 2024er Saison zahlen musste. Nach der dominanten Saison 2023 des Teams aus Milton Keynes hatten die Startgebühren des Rennstalls bei knapp 7,45 Millionen Dollar gelegen. Der damalige Zweitplatzierte Mercedes musste "nur" 3,35 Millionen Dollar und damit nicht einmal halb so viel bezahlen.

Nicht nur die Teams, sondern auch die Formel-1-Piloten müssen jährlich teils siebenstellige Gebühren für den Antritt in der Weltmeisterschaft zahlen. Im folgenden Artikel erfahrt ihr, wie hoch die Kosten für die Saison 2024 waren:

Team-Startgebühren seit 2013 nach Punkten geregelt

Die Ermittlung der Startgebühren ist im Concorde Agreement festgeschrieben, das seit 2013 die Zusammenarbeit zwischen Formel 1 und FIA regelt. Für die Gebühren der 2013er Saison wurde eine Grundgebühr von 500.000 Dollar festgelegt und für jeden erzielten WM-Punkt in der Konstrukteurswertung werden 5.000 Dollar hinzuaddiert. Für den Sieger der Teamwertung lag der Betrag pro WM-Punkt jedoch bei 6.000 Dollar. So entstand eine Gesamtgebühr abhängig von der Leistung in der vorangegangenen Saison.

Die Art und Weise der Berechnung hat sich im vergangenen Jahrzehnt nicht geändert, nur die Beträge wurden gemäß der Inflation erhöht. Daraus ergab sich für die Startgebühren für 2025 eine Pauschale von 680.203 Dollar und der Zusatzbetrag je WM-Punkt lag bei 6.799 Dollar. McLaren musste als Konstrukteurs-Weltmeister 8.161 Dollar pro Zähler entrichten.

In Summe streicht die FIA 24.991.877 Millionen Dollar an Startgebühren für die 2025er Saison ein. Seitens der F1-Fahrergewerkschaft GPDA und deren Vorsitzenden George Russell gibt es immer wieder Kritik wegen fehlender Transparenz rund um die zu entrichtenden Gebühren. Denn wohin dieses Geld geht, weiß nur die FIA. Welche Geldstrafen in der Formel-1-Saison 2024 ausgesprochen wurde, haben wir in einem weiteren Artikel aufgeführt.

Anfang November wendete sich deshalb die GPDA in einem offenen Brief an die FIA und forderte insbesondere wegen verhängter Geldstrafen mehr Transparenz. Was genau los war, könnt ihr euch im folgenden Video anschauen:

Fluch-Streit: F1-Fahrer stellen FIA-Präsidenten an den Pranger! (12:29 Min.)