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Formel 1, Racing Point: Wer muss für Vettel Platz machen?

Racing Point hat mit Sergio Perez und Lance Stroll eigentlich zwei Fahrer unter Vertrag. Wer muss das Team verlassen, wenn Sebastian Vettel kommt?
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Italienische Medien hatten berichtet, dass Racing Point Sebastian Vettel noch vor dem Belgien GP als Fahrer für die Formel-1-Saison 2021 vorstellen würde. Am Donnerstag war in Spa noch keine Spur von der angekündigten Pressemitteilung.

Formel 1: Wird Perez jetzt doch Vettel-Teamkollege?: (09:01 Min.)

Dass Vettel mit Racing Point verhandelt, ist aber ein offenes Geheimnis. Die Frage ist: Wer muss sein Cockpit räumen, wenn der vierfache Weltmeister tatsächlich in den pinken Mercedes wechseln sollte? Sergio Perez verfügt noch über einen Vertrag bis einschließlich 2022. Lance Stroll ist der Sohn von Teambesitzer Lawrence Stroll.

Bislang ging die Formel-1-Welt immer davon aus, dass Racing Point Perez ausbezahlen würde. Allerdings verdichten sich inzwischen die Anzeichen, dass es Lance Stroll wäre, der seinen Hut nehmen müsste.

Perez konnte offenbar in Mexiko noch ein paar Sponsoren-Millionen mobilisieren, die neben den Ergebnissen für ihn sprechen. Stroll gehört das Team nicht alleine, er übernahm den Rennstall mit einem Konsortium. Nicht jeder soll vom Sohnemann so angetan sein wie Vater Lawrence.

Stroll genervt: Ich gebe euch keine Story

Am Medientag in Spa wurde der Eindruck bestätigt. Lance Stroll gab sich bei Fragen zu seiner Zukunft extrem kurzsilbig. Sieht er sich für den Fall der Fälle bei anderen Teams um, wollte Motorsport-Magazin.com vom Kanadier wissen. "Ich habe dazu nichts zu sagen", lautete seine knappe Antwort.

Perez zeigte sich redseliger: "Nein, ich spreche nicht mit anderen Teams. Ich habe das Feedback bekommen, dass wir beide weitermachen wollen. Wir glauben aneinander und an das Projekt." Doch ganz klar scheint die Sache trotz bestehenden Vertrages nicht zu sein. "Es ist eine Frage der Zeit", relativiert Perez.

Der Mexikaner bestätigt aber: "Es gibt Diskussionen im Hintergrund. Das Feedback, das ich bekomme, ist aber positiv. Es liegt aber nicht in meinen Händen, deshalb kümmere ich mich überhaupt nicht darum. Ich fokussiere mich auf das Racing. Was auch immer passiert, es liegt nicht in meinen Händen."

Während sich Perez durchwegs optimistisch zeigte, versuchte Stroll jede Frage sogleich im Keim zu ersticken. "Ich gebe euch nicht die Story, die ihr wollt. Mehr muss man zu dem Thema nicht sagen", so der 21-Jährige.

Zukunft nach Ferrari: Vettel hält sich bedeckt

Ähnlich bedeckt wie Stroll hält sich auch Vettel. In normalen Jahren kommt die Formel 1 in Spa aus ihrer Sommerpause zurück, der Fahrermarkt sondiert sich langsam. Vettels letzter Ferrari-Vertrag wurde am Spa-Wochenende offiziell verlängert.

Also tut sich langsam was bei Vettel? "Es hat sich nichts geändert, ihr könnte meine Aussagen aus Spanien einfach kopieren", so Vettel zu Motorsport-Magazin.com. Doch schon in Spanien wollte der Heppenheimer nicht raus mit der Sprache.

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