Formel 1

Formel 1 heute vor 19 Jahren: Jos Verstappen rasiert im Arrows

Die Formel-1-Saison 2020 lässt wegen des Coronavirus auf sich warten. MSM wälzt daher täglich die Geschichtsbücher. Das ist am heutigen 18. März passiert.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Das Coronavirus beherrscht aktuell nahezu weltweit unseren Alltag, auch den der Formel 1. Für gewöhnlich stets in ihrer eigenen Welt unterwegs, musste auch die Königsklasse drastische Maßnahmen gegen die Epidemie ergreifen. Der Saisonstart ist praktisch auf unbestimmte Zeit verschoben, Stand jetzt und mit viel Glück geht es frühestens am 3. Mai in Zandvoort los.

Um trotzdem nicht auf die F1 verzichten zu müssen, schwelgt Motorsport-Magazin.com ab sofort Tag für Tag in der Geschichte und blickt zurück, was an dem jeweiligen Datum schon alles in der 70-jährigen Historie der Formel 1 geschehen ist. Heute: 18. März.

Formel 1 heute vor 13 Jahren: Lewis Hamilton 1.0 debütiert in Australien

Kaum zu glauben aber wahr: Am 18. März 2007 hatte Lewis Hamilton noch nicht ein einziges Tattoo. Sein Förderer und Teamchef Ron Dennis hätte ihn in Melbourne sonst wohl auch nicht hinter das Steuer des McLaren MP4-22 gelassen, in dem der heute sechsfache Weltmeister an diesem Tag sein Debüt gab. Das Rennen beendet das Wunderkind aus McLarens Labor standesgemäß mit dem ersten Podest seiner Karriere, hinter Sieger Kimi Räikkönen in dessen ersten GP für Ferrari und Teamkollege Fernando Alonso. Ebenfalls ihren Einstand gaben Nelson Piquet jr. und Hamiltons damaliger Kumpel Adrian Sutil. Der Deutsche beendete den Grand Prix im Spyker als 17. und letzter gewerteter Fahrer.

2007 debütierten Adrian Sutil und Lewis Hamilton gemeinsam in der Formel 1 - Foto: Sutton

Formel 1 heute vor 19 Jahren: Jos Verstappen zeigt wer der Boss ist

Die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Max Verstappen kennen wir mittlerweile alle. Red Bulls größter Stolz ist Wunderkind, Jahrhunderttalent und natürlich Sohn von Ex-F1-Pilot Jos the Boss! Der war in 107. Grands Prix zwar nie so erfolgreich wie sein Sohn, hatte hin und wieder aber auch ganz schön was auf dem Kasten. So zum Beispiel beim Malaysia GP 2001.

Das Rennen am heutigen Tag vor 19 Jahren ging durch das große Regenchaos unmittelbar nach dem Start in die Geschichtsbücher ein. Doch noch bevor der Himmel über Sepang seine Schleusen öffnete, brannte Jos Verstappen im Arrows ein regelrechtes Feuerwerk ab. Von der 18. Position ins Rennen gegangen rasierte er in der ersten Runde nur so durchs Feld und fand sich danach auf Platz sechs wieder.

Doch damit nicht genug: Mit der Rennstrecke einmal eingeregnet, legte Verstappen erst richtig los und fuhr bis auf den dritten Platz vor. Nach dem Restart ging er an Jordan-Pilot Heinz-Harald Frentzen vorbei, erst hinter Leader David Coulthard im McLaren endete sein Vorwärtsdrang. Für einige Runden hielt er den Arrows auf Platz zwei, bis Michael Schumacher und Co. über ihn herfielen. Das Rennen gewann Schumi dann natürlich auch, vor Teamkollege Rubens Barrichello und DC. Verstappen verpasste die Punkte als Siebter nur knapp.

Jos Verstappen duellierte sich 2001 in Sepang unter anderem mit Rekordweltmeister Michael Schumacher - Foto: LAT Images

Formel 1 heute vor 38 Jahren: "Is that Glock?!"

Sofern der britische TV-Kommentator James Allen vor 38 Jahren nicht auch als Geburtshelfer tätig war, wird die Szene in einem Kreissaal im hessischen Lindenfels etwas anders ausgesehen haben. Dennoch erblickte an diesem Tag Timo Glock das Licht der Welt. Der Odenwälder startete zwischen 2004 und 2012 für Jordan, Toyota und Virgin bzw. Marussia insgesamt 91. Mal in der Formel 1 und fuhr dabei dreimal aufs Podest. 2020 geht Glock mit BMW in seine achte DTM-Saison.

Formel 1 heute vor 58 Jahren: Volker Weidler wird geboren

Und noch ein ehemaliger Formel-1-Pilot (mehr oder weniger) aus der BRD feiert am 18. März seinen Geburtstag. Volker Weidler war 1989 für RIAL zumindest zehnmal in der Nennliste der Formel 1 vertreten. Einen Grand Prix bestritt er jedoch nie. Achtmal scheiterte der deutsche Formel-3-Meister von 1985 an der Vorqualifikation, einmal an der Qualifikation, einmal wurde er disqualifizert. Erfolgreicher verliefe seine Karriere im Sportwagen. Im legendären Mazda 787B gewann er 1991 die 24 Stunden von Le Mans.


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