Giancarlo, hast Du den Circuit bereits begutachten können?

Giancarlo Fisichella: Ja, und er sieht ziemlich herausfordernd aus. Die Fahrbahn ist sehr breit, so dass wir unterschiedliche Linien fahren können. Außerdem gibt es ein paar schnelle Kurven. Ich habe bereits zwei Runden auf dem Motorroller gedreht und dabei ein ganz gutes Gefühl für die Ideallinie entwickelt.

Ist es eine Strecke, die den Fahrern gefallen könnte?

Giancarlo Fisichella: Ich denke schon. Es wird schwer sein, sich daran zu gewöhnen. Die Breite der Fahrbahn führt dazu, dass man die Kurven ganz unterschiedlich angehen kann. Das wird eine ganz neue Herausforderung. Das ständige auf und ab ist ebenfalls ungewöhnlich und sollte beim Fahren viel Spaß bringen.

Können wir mit Überholmanövern rechnen?

Giancarlo Fisichella: Die sind auf jeden Fall drin – besonders in der ersten und zwölften Kurve am Ende der Gegengeraden.

Wie wirst Du beim Training die Strecke ausloten?

Giancarlo Fisichella: Wir werden zunächst ein paar recht langsame Runden drehen und nicht am Limit fahren, um die richtige Linie zu finden. Erst dann kann ich damit beginnen, immer später abzubremsen, um die Grenzen auszutesten.

Deprimiert Dich der Verlauf des Ungarn-Grand Prix?

Giancarlo Fisichella: Nein, ich denke wir haben die falschen Reifen gewählt und waren deshalb so langsam. Das Auto ist immer noch schnell und absolut wettbewerbsfähig, deshalb bin ich zuversichtlich.

Passt der Grand Prix-Kurs in Istanbul zum Renault R25?

Giancarlo Fisichella: Ja, das sollte passen. Diese Saison hatten wir eher Probleme mit Strecken, die die Hinterreifen stark beanspruchen. Aber bei der Kurvencharakteristik hier kommt es besonders auf die Vorderreifen an – vor allem in Turn acht, einer lang gezogenen Linkskurve. Deshalb könnte es in Istanbul sehr gut für uns laufen...