Formel 1

Max Verstappen: Brauche niemanden, der mit mir Händchen hält

Max Verstappen stand nach seinen zahlreichen Formel-1-Unfällen in der Kritik. Der Druck macht ihn nur besser, meint der Red-Bull-Pilot selbst.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Hat die Negativspirale von Max Verstappen in Kanada endlich ein Ende gefunden? Der Niederländer hatte, nachdem er heftige Kritik über sich ergehen lassen musste, in Montreal das erste komplett fehlerfreie Wochenende der Saison. Verstappen dominierte alle Trainingssitzungen, wurde im Qualifying nur von den Motormodi der Konkurrenz ausgestochen und kam im Rennen auf einen starken dritten Platz.

"Jedes Mal, wenn sie Druck aufbauen, wird es für mich gut", freut sich Verstappen und schickt hinterher: "Das sollten sie öfter machen." Die Stimmungslage ist also schon deutlich besser als noch vor zwei Wochen, als Verstappen schon Kopfnüsse für die nächsten Fragen zu seiner Krise angedroht hatte.

Verstappen-Manager in Le Castellet wieder an Bord

Erstmals in seiner Karriere war der 20-Jährige 'alleine' bei einem Rennen, wurde weder von Vater Jos, noch von Manager Raymond Vermeulen begleitet. Einige wollten hier einen Grund für seinen Aufwärtstrend gesehen haben. Für Verstappen selbst keine große Sache: "Ich bin jetzt 20 Jahre. Ich brauche niemanden, der mit mir Händchen hält."

Stattdessen hätte Verstappen gerne ein paar Extra-PS beim Frankreich GP. "Es gibt hier viele Geraden", sagt er angesichts des Leistungsdefizits seines Renault-Motors. Dafür hat der Circuit Paul Ricard auch einige kurvige Abschnitte, die dem Red Bull liegen könnten. Eine klare Prognose traut sich Verstappen deshalb nicht zu.

Gute Nachricht für Ricciardo: Wieder keine Motorenstrafe

Red Bulls Qualifying-Schwäche könnte sich aber einmal mehr als entscheidender Nachteil herausstellen. "Die Kurven sehen nicht gerade so aus, als könnte man gut überholen", fürchtet Verstappen. "Aber vielleicht kann man das mit dem DRS kompensieren."

Formel 1 2018: Brennpunkte vor dem Frankreich GP: (07:30 Min.)

Gute Nachrichten gibt es aber für Teamkollege Daniel Ricciardo: Der Australier muss erneut keine Strafversetzung in Kauf nehmen. Er fährt wie schon in Kanada mit der alten MGU-K der ersten beiden Rennen, nachdem das neuere Exemplar beim Monaco GP eingegangen war. Red Bull will das neue Element zum Deutschland GP in Hockenheim bringen. "Dort kann man gut überholen", erklärt Ricciardo.


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