Formel 1

Formel 1 2018: FIA verschärft Superlizenz-Vergabe an FP1-Tester

In der Formel 1 wird es ab 2018 für den Nachwuchs schwieriger, einen Freitagstest zu ergattern. Die FIA hat die Superlizenz-Regeln deutlich verschärft.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Der Motorsportweltverband FIA hat die Regeln für die Vergabe der begehrten Superlizenz an Freitagstestfahrer in der Formel 1 verschärft. Ab 2018 müssen neue Kandidaten der Teams zusätzlich zu den bisherigen Auflagen mindestens sechs Rennen in der Formel 2 bestritten oder 25 Superlizenz-Punkte in den vorherigen drei Jahren gesammelt haben.

Bislang waren für einen Einsatz in den Freien Trainings der Formel 1 am Freitag bereits Vorerfahrungen von 300 Kilometern binnen zwei Tagen in einem repräsentativen Formel-1-Auto bei Rennspeed vorgesehen gewesen, wie in Artikel 5 des Anhangs L des FIA International Sporting Codes nachzulesen.

Außerdem musste das Team ein Briefing des Fahrers über den Sporting Code und das sportliche Reglement nachweisen während die FIA dies durch entsprechende Befragungen des Fahrers prüfte und abschließend über die Befähigung des Fahrers - auch aufgrund bisher gezeigter Leistungen in Formel-Autos - urteilte. Dies alles gilt auch weiterhin.

Force Indias Tester Celis hätte 2017 passen müssen

Für Freitagsfahrer, die sich nicht zum ersten Mal für eine Superlizenz bewerben, gelten etwas andere Bedingungen. Sie müssen zwar ebenfalls entweder 25 Punkte in den vergangenen drei Jahren nachweisen oder aber eine komplette Formel-2-Saison bestritten haben, nicht nur sechs Rennen.

Wären die neuen Regeln bereits in der Formel-1-Saison 2017 aktiv gewesen, so hätte es von den eingesetzten Freitagstestfahren einzig Force Indias Alfonso Celis junior getroffen. Der Mexikaner hätte nicht in den Freien Trainings für den Rennstall fahren dürfen, da Celis weder auch nur über einen einzigen Superlizenz-Punkt verfügt noch ein Formel-2-Rennen bestritten hat. Alle anderen Freitagstester hätten bereits auch die schärferen Vorgaben der FIA erfüllt, selbst Toro Rossoes Sean Gelael aufgrund seiner F2-Einsätze.

Das Superlizenz-System der FIA

Eingeführt worden war das Punktesystem bei der Superlizenz-Vergabe zu Beginn des Jahres 2015 - als Reaktion auf den Formel-1-Aufstieg des 17-jährigen Max Verstappens. Seitdem müssen nicht nur entsprechende Punkte in den unteren Kategorien nachgewiesen werden, sondern der Superlizenz-Bewerber auch mindestens 18 Jahre alt sein.

Will man nicht nur in Freitagstrainings, sondern auch einem Formel-1-Rennen teilnehmen, sind nicht nur 25, sondern 40 Superlizenz-Punkte erforderlich. Der Vergabeschlüssel wurde im September dieses Jahres erstmals angepasst. Im Zuge dessen wertete die FIA Serien wie Formel 2 und IndyCar auf, WEC und Formel E ab.


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