Formel 1

So gut ist das neue Videospiel F1 2017

Codemasters bringt das offizielle Videospiel zur Formel-1-Saison 2017 auf den Markt. Motorsport-Magazin.com hat F1 2017 auf Herz und Nieren geprüft.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Fußballfans sind es gewohnt, dass das Spiel für die kommende Saison schon im September des Vorjahrs veröffentlicht wird. Formel-1-Fans mussten vor nicht allzu langer Zeit hingegen noch bis Oktober warten, um die aktuelle Saison spielen zu können. Doch seit ein paar Jahren bringt Entwickler Codemasters das Spiel deutlich früher auf den Markt. Weil die Autos allerdings erst im März vorgestellt werden, gibt es eine natürliche Latenz.

Seit 25. August und damit pünktlich zum Start der zweiten Saisonhälfte ist das neue F1 2017 für PC, XBOX One und Playstation 4 erhältlich. Dabei mussten die Entwickler ordentlich aufs Gaspedal treten: Durch das neue Technische Reglement hat sich nicht nur die Optik der Boliden deutlich geändert, sondern auch die Fahrphysik. Dazu hat Codemasters noch ein echtes Schmankerl für Fans der Formel-1-Historie parat- doch dazu später mehr.

F1 2017: Codemasters folgt Erfolgsrezept

Spieler von F1 2016 fühlen sich im neuen Spiel auf Anhieb wohl. Die Steuerung ist sehr ähnlich und wie immer intuitiv. Auch ohne Lenkrad gibt es auf den neuen Controllern der Spielekonsolen gutes Feedback zu Wheelspin, blockierenden Rädern und Co. Geübte Spieler dürfen ABS und Traktionskontrolle also auch am Controller ausschalten.

Gestochen scharfe Grafik und ein tolles Gampelay - Foto: Codemasters/Koch Media

Das Gameplay ist ein weiterer guter Schritt. Gab der Vorgänger schon gutes Feedback und fühlte sich real an - so real sich ein Formel-1-Auto eben virtuell steuern lässt -, ist Codemasters mit F1 2017 ein weiterer großer Schritt gelungen. Das erhöhte Abtriebs-Niveau der Autos lässt sich nicht nur an den Rundenzeiten ablesen, sondern macht sich auch beim Fahren bemerkbar. Der Spieler fühlt, was sich an den Autos verändert hat.

Auch grafisch ist Codemasters beim neuen offiziellen Formel-1-Spiel ein großer Sprung gelungen. Details, wie beispielsweise Uhren auf den Fahrerhandschuhen, sind gestochen scharf. Die bessere Optik fällt vor allem an den Reifen auf: Bei Verbremsern steigt sehr detailreicher Rauch auf, bei Fahrten durch Gras oder Kiesbett sind sie entsprechend verschmutzt. Je nach Konsole und Ausgabegerät läuft F1 2017 sogar mit Ultra HD, also in vierfacher Full HD Auflösung.

History-Cars und Gegner-Feintuning

Der Karriere-Modus wurde noch einmal verfeinert, es gibt mehr und detailreichere Einspieler. Die Gegner-KI kann nun nicht mehr wie zuvor in groben Stufen eingestellt werden, sondern auf einer Skala von 0 bis 110 von Anfänger bis hin zum ultimativen Gamer. Jeder Spieler kann entsprechend die Stärke der virtuellen Gegner fein- und nachjustieren. Zweifellos eines der am heißesten beigesehnten und sinnvollsten Features in F1 2017.

Bitte mehr davon: Das History-Paket lässt Fanherzen höher schlagen - Foto: Codemasters/Koch Media

Ein besonderer Kaufanreiz dürfte für viele das History-Paket sein: Im neuen Spiel lassen sich mit aktueller Grafik Rennsport-Klassiker fahren. Mit dabei sind der McLaren MP4/6 von 1991, der Williams FW14B aus 1992, der Ferrari 412 T2 von 1995, der Williams FW18 aus 1996, der McLaren MP4-13 aus 1998, die zwei Schumacher-Ferrari F2002 und F2004, der Weltmeister-Renault R26 aus 2006, der bislang letzte Weltmeister-Ferrari F2007, der McLaren MP4-23 aus 2008 und der Red Bull RB6, mit dem Sebastian Vettel 2010 den Titel gewann. In der Special Edition gibt es außerdem noch den McLaren MP4/4 aus dem Jahr 1988.

Neu sind auch zusätzliche Streckenvarianten: Silverstone, Suzuka, Austin und Bahrain bieten im neuen Spiel auch verkürzte Streckenversionen. Nachdem das Spiel Dirt Rally von Codemasters über einen Virtual Reality Modus verfügt, ist ein solcher für F1 2017 bisher nicht vorgesehen. Für PC kostet das Spiel derzeit rund 50 Euro, für die Konsolen XBOX One und Playstation 4 etwa zehn Euro mehr.


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