Formel 1

Marcus Ericsson: Hatte die gleiche Pace wie Pascal Wehrlein

Marcus Ericsson musste in Baku Pascal Wehrlein vorbeilassen. Glücklich war er damit nicht, denn er war seiner Meinung nach genau so schnell.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Im Chaos-Rennen von Aserbaidschan musste Sauber eine schwierige Entscheidung treffen. Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein wurden von Stoffel Vandoorne unter Druck gesetzt und es ging in diesem Dreikampf um den letzten Punkt. Das Team diskutierte und gab die Anweisung, dass die beiden Sauber-Piloten die Plätze tauschen sollten.

"Ich war damit nicht einverstanden, aber ich habe die Teamentscheidung akzeptiert", betonte Marcus Ericsson auch zwei Wochen später in Österreich noch. Dabei hätte der Schwede gerne seinen ersten Formel-1-Punkt seit Italien 2015 eingefahren. Zum vierten Mal beendete der Sauber-Pilot so das Rennen auf dem elften Platz.

Saubers Priorität habe darauf gelegen den Punkt zu sichern, das erkennt Ericsson an. "Es ist als Team nicht einfach, eine solche Entscheidung zu treffen. Sie trafen die, die sie für richtig hielten und das habe ich dann akzeptiert." Auf Nachfrage, ob er Wehrlein in der gleichen Situation wieder vorbeilassen würde, meinte er: Jede Situation ist anders, aber das Wichtigste ist, dass man die Entscheidung des Teams akzeptiert."

Dabei war nach Ansicht Ericssons Pech beim Überholen der Auslöser der Situation. "Pascal kam überhaupt erst an mich ran, weil Grosjean mich mit einem Problem aufgehalten hat", erklärte der Schwede. "Danach haben wir ein paar Runden gekämpft, bevor der Funkspruch kam, wir sollen die Positionen tauschen."

Der Positionstausch wäre jedoch nicht nötig gewesen, wie Ericsson mit seiner späteren Pace auf dem Baku City Circuit klar zeigen konnte. Nicht einmal drei Sekunde verlor der Sauber-Pilot nach dem Tausch in den verbleibenden zehn Runden bis zur Zielflagge. "Wir hätten die Positionen wieder tauschen sollen, aber Vandoorne war wohl zu nah dran."

"Von hinten kam dann noch Vandoorne, mit frischen Reifen auch glaube ich, in ziemlich großen Schritten auf uns zu", erklärte Pascal Wehrlein die Gefahr von hinten. "Pascals Ingenieur war der Meinung Pascal wäre schneller", nennt Ericsson als Grund für den angeordneten Platztausch an. "Ich dachte aber eigentlich, ich hätte genug gezeigt, um den Punkt verdient zu haben."


Weitere Inhalte:
Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter