Es liege nicht nur an einer Komponente und man könne keinen Alleinschuldigen für das Leistungsloch von Malaysia finden - "auch nicht Bridgestone". Diese Worte gaben am Sonntag so ziemlich alle Verantwortlichen der Scuderia Ferrari im Einklang zu Protokoll.
Zwei Tage danach übernahm nun dennoch Bridgestone Technikdirektor Hirohide Hamashima die volle Verantwortung für die enttäuschende Vorstellung des Premiumkunden Ferrari.
"Selbst da das gesamte Paket wichtig ist, liegen die Gründe für solch ein negatives Ergebnis in diesem Rennen zweifelsohne an unseren Reifen", wird Hamashima von der Gazzetta dello Sport zitiert.
"Die Performance über eine schnelle Runde war absolut nicht zufrieden stellend", räumte der Japaner weiter ein. "Und die Tatsache, dass Alonso und Trulli einige Sekunden schneller als wir fuhren liegt sicherlich nicht an den unterschiedlichen Spritmengen."
Entsprechend gebe es "keine mildernden Umstände" der Malaysia GP war eine "große Lektion" für Bridgestone. "Aber es war auch gut, da diese Niederlage uns einige wichtige Dinge gelehrt hat und wir jetzt bereit sind darauf zu reagieren. Wie? Mit einer neuen Reifenfamilie, welche in Mugello debütierte und die wir mit dem F2005 im Hinterkopf designed haben."
Ob dieser F2005 aber schon in Bahrain zum Einsatz kommen und all die Probleme lösen wird, bleibt abzuwarten. "Natürlich hatten wir eine lange Diskussion mit Ferrari um eine neue Reifengeneration zu bauen und wir glauben, dass wir einige Reifentypen entdeckt haben, die uns schnell wieder konkurrenzfähig machen werden."
Und sollte Ferrari den neuen Wagen tatsächlich schon in die Wüste von Bahrain schicken, dann könnte Bridgestone diese neuen Pneus "rechtzeitig" anliefern. "Wir benötigen nur einige wenige Tage um eine ausreichende Anzahl herzustellen."



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