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Formel 1

Kvyat keine Notlösung - Berger: Ricciardo schließt Vettel-Loch

Red Bull startet 2015 mit zwei jungen Piloten in die Saison. Gerhard Berger und Christian Danner bereitet das keine Sorgen.
von Stephan Heublein & Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Das Programm ist hart. Die Belohnung jedoch verlockend. "Wer sich nicht verbessert, der ist draußen", sagt Daniil Kvyat im Interview mit Motorsport-Magazin.com. Der junge Russe wusste schon zu Beginn seiner ersten Formel-1-Saison wie gnadenlos das Junior-Programm von Red Bull sein kann. Gleichzeitig ist es den Einsatz und den Schweiß auch wert.

Quasi über Nacht wurde Kvyat vom bestätigten Toro-Rosso-Stammfahrer zum neuen Red-Bull-Piloten befördert. Sebastian Vettels rote Sehnsucht nach Maranello machte es möglich. Aber nicht nur die. Kvyat überzeugte mit seinen Leistungen in der vergangenen Saison nicht nur die Red-Bull-Verantwortlichen rund um Christian Horner und Helmut Marko.

Mit Ricciardo werden sie kein großes Loch verspüren.
Gerhard Berger

"Kvyat ist mehr als eine Notlösung", betont Gerhard Berger gegenüber Motorsport-Magazin.com. Vielmehr setze er die Philosophie fort, die Red Bull seit vielen Jahren verfolge. "Kvyat ist ein junger, aggressiver Nachwuchsfahrer mit sehr viel Talent", so Berger. "Sie haben mit Daniel Ricciardo, Kvyat und Max Verstappen drei ganz starke Fahrer im Team."

Mit Ricciardo und Kvyat geht Red Bull dennoch ein gewisses Risiko ein, eine so junge Fahrerpaarung im Kampf um den WM-Titel zu schicken. Motorsport-Magazin.com-Experte Christian Danner sieht darin jedoch kein Problem. "Wenn es mit Ricciardo funktioniert hat, warum soll es dann mit Kvyat nicht auch funktionieren?", fragt er. " Bei einem so gut organisierten, technisch so dominant geführten Team wie Red Bull brauchst du keine Leaderrolle. Du brauchst einen Rennfahrer, der schnell genug ist und fertig."

Auch Berger sieht den Vizekonstrukteursweltmeister für 2015 gut aufgestellt. "Sie haben momentan ein Manko durch die Renault-Situation, aber die Truppe ist nach wie vor super stark", betont er. "Das Auto ist schnell. Mit Ricciardo werden sie kein großes Loch verspüren."

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