Formel 1

Vor dem US GP in die Wüste - Ecclestone: Einladung nach Las Vegas

Bernie Ecclestone ist Berichten zufolge von den Organisatoren eines Rennens in Las Vegas zu einem Treffen vor dem US GP in Austin eingeladen worden.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Schon in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Las Vegas wieder ein Formel-1-Rennen veranstalten möchte. Hermann Tilke, Designer vieler F1-Kurse, war zu diesem Zweck bereits in der Glücksspielstadt.

"Es gibt ein Konsortium in Las Vegas, das ein Rennen organisieren will. Sie nehmen das sehr ernst und wollen, dass ich auf dem Weg nach Texas dort vorbeischaue", sagte Bernie Ecclestone. Dabei fügte er hinzu, dass zwei seiner Freunde, Casino Magnat Steve Wynn und Mitgründer des Cirque du Soleil Guy Laliberté, nicht zu dieser Gruppe gehören.

1981 fuhr die Formel 1 auf einem temporär umgebauten Parkplatz - Foto: Sutton

Zwar ist die Vorgehensweise, vor der Bestätigung eines Rennens bereits öffentlich darüber zu sprechen, für Ecclestone ungewöhnlich, doch ähnlich ging er beim Großen Preis von Europa in Aserbaidschan vor. Dort wurden mit einer öffentlichen Diskussion in den Medien die Reaktionen eingefangen, bevor der Vertrag letztendlich geschlossen wurde.

Damon Hill sieht Potenzial für ein zweites Rennen in den Staaten: "Sie lieben Unterhaltung und daher könnte ein zweites Rennen eine großartige Gelegenheit sein." Doch er merkt gleichzeitig zwei wichtige Punkte an: "Vielleicht wäre es gut, wenn die beiden Rennen nicht direkt zusammen liegen und ich hoffe, dass sie eine großartige Strecke entwerfen. Es ist großartig, wenn es in der Innenstadt wäre, aber der Kurs darf nicht zu einfach sein."

Rennen in Las Vegas nur Gerede?

Nach Recherchen der Las Vegas Review stellt sich jedoch die Frage, wie viel an den Berichten dran ist. Bei Las Vegas Events, einer Organisation, die sich um alle exklusiven Großevents kümmert, wusste niemand etwas von solchen Plänen.

Es gibt ein Konsortium in Las Vegas, das ein Rennen organisieren will
Bernie Ecclestone

Auch steht das Rennen auf dem Strip von Las Vegas im Konflikt mit einem Versprechen des Bürgermeisters Goodman, der nach dem Flop der Champ Car 2007 den Casinos versprochen hatte, die Straßen nie wieder für ein Autorennen zu sperren.

Weiter ist zu bedenken, dass der Las Vegas Motor Speedway nicht an Konkurrenz in der Stadt interessiert ist und schon 1998, als Las Vegas einen F1-Grand Prix organisieren wollte, arbeiteten Offizielle des Speedway hart daran, das Rennen zu verhindern.


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