Mit 30 WM-Zählern belegt Sauber nach zwei von 20 Läufen den vierten Platz der Konstrukteurs-Wertung. Damit liegt das Ferrari-Kundenteam nur fünf Punkte hinter der Scuderia, mit der sich die Schweizer Mannschaft beim Grand Prix von Malaysia ein spannendes Duell lieferte. Während Sergio Perez nach seinem besten Ergebnis der Karriere in seiner Heimat Mexiko gefeiert wurde, musste Teamkollege Kamui Kobayashi seinen Ausfall verdauen.

"Die kurze Pause nach dem Rennen in Malaysia habe ich genossen, obwohl, vor allem zu Beginn, in Mexiko eine Menge los war", berichtet Perez. "Der Empfang in Guadalajara war absolut großartig, und es war sehr schön, meine Familie und meine Freunde zuhause zu sehen." Nichtsdestotrotz setzte der 23-Jährige sein Trainingsprogramm fort. "Wir müssen alle die Füße auf dem Boden behalten und hart arbeiten", mahnt er.

Kobayashi nutzte die freien Tage in Japan für Extra-Trainingseinheiten mit Physiotherapeut Joseph Leberer. Nun geht er mit einem guten Gefühl an das nächste Rennen heran. "Ich mochte die Strecke in der Nähe von Shanghai von Anfang an. Die Hochgeschwindigkeitskurven sind für mich ein Genuss, und unserem Auto sollten sie auch liegen", erzählt der 25-Jährige.

Laut Giampaolo Dall'Ara, dem Leitenden Ingenieur an der Rennstrecke, haben jedoch die Geraden, insbesondere die eine sehr lange, einen wesentlichen Einfluss auf die Rundenzeiten. Genau darin sieht Sergio Perez wiederum ein Problem. "Die lange Gerade wird keine ganz leichte Aufgabe für uns, aber wir müssen das maximal Mögliche herausholen."

Sergio Perez durfte in Malaysia feiern, Foto: Sutton
Sergio Perez durfte in Malaysia feiern, Foto: Sutton

"Das Auto wird einige geringfügige Modifikationen gegenüber dem Einsatz in Malaysia haben", kündigte Dall'Ara an. "Ich bin zuversichtlich, dass wir im Rennen sehr konkurrenzfähig sein können."

Der China GP 2011 war für Sauber mit den Plätzen 10 und 17 durchwachsen. "Im vergangenen Jahr hat das Rennen unheimlich Spaß gemacht, und ich konnte vom 13. Startplatz aus einen Punkt holen", blickt Kobayashi zurück. Teamkollege Perez hat dagegen keine guten Erinnerungen. "Im vergangenen Jahr lief mein Rennen in Shanghai zunächst gut, aber dann hatte ich gegen Ende leider Kontakt mit anderen Autos und wurde bestraft", resümiert er.