Formel 1

Wie viele Köche verderben den Brei? - Jordan: Mercedes mit vielen cleveren Köpfen

Mercedes greift 2012 mit einer neuen technischen Struktur an. Die Experten sind noch unterschiedlicher Meinung, ob der Angriff von Erfolg gekrönt wird.
von Stephan Heublein & Karin Sturm

Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Welt von Mercedes ist im Wandel. Der Teamname ändert sich, die Technikmannschaft erhielt prominente Verstärkung und die Ergebnisse sollen sich in der dritten Saison als Werksteam 2012 näher in Richtung Spitze orientieren.

"Mercedes hat viele sehr clevere Leute angeheuert", analysiert Eddie Jordan im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. Dazu zählen die Verpflichtungen von Bob Bell, Aldo Costa und Geoff Willis. Gemeinsam mit Ross Brawn und Loic Bigois wird gerne von fünf ehemaligen oder aktuellen Technischen Direktoren gesprochen.

Daran erinnert auch Jordan: "In England sagen wir: Zu viele Köche verderben den Brei." Ob dies auch bei Mercedes der Fall sein wird, wagt er allerdings noch nicht vorherzusagen. "Das ist nur ein Sprichwort, aber es gibt sicher jede Menge Ingenieure, die sehr starke und unterschiedliche Meinungen haben. Wenn sie alle an einem Strang ziehen, ist das klasse, aber wenn nicht, dann wird es schwierig."

Wenn sie alle an einem Strang ziehen, ist das klasse, aber wenn nicht, dann wird es schwierig.
Eddie Jordan

Der ehemalige Formel-1-Pilot Eric van de Poele glaubt an die Stärke der technischen Abteilung in Brackley. "Mercedes baut etwas Starkes auf", sagt er. "Es war noch nie so offen wie in diesem Winter. Ich kenne die Leute dort, sie sind nicht zum Spaß dort. Sie haben schon in der Vergangenheit Teams aufgebaut. Sie werden nächstes Jahr konkurrenzfähig sein."

Kann Mercedes also im Kampf gegen Red Bull und McLaren bestehen? Christian Danner glaubt das nicht. "Ich glaube nicht an Ferrari und Mercedes", verrät er in der Dezember-Ausgabe des Motorsport-Magazins. Ganz ausschließen möchte er es allerdings auch nicht. "Was wir nicht wissen, ist, ob Ross Brawn vielleicht wieder mit einem Doppeldiffusor daherkommt, an den keiner gedacht hat, und dann dauert es wieder ein halbes Jahr, bis die anderen den Vorsprung einholen. So etwas kann immer passieren."

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