Am heutigen Freitag kommt es in Sao Paulo zu einem weiteren Treffen der Teamverantwortlichen. Die Gespräche werden wichtige Details zur Zukunft der Formel 1 und der Teamvereinigung FOTA beinhalten. In den letzten Wochen wurde in diesem Zusammenhang immer wieder von einer Zerreißprobe für die Teamvereinigung gesprochen, die bislang keine einheitliche Linie zur Regelung der Budget- und Ressourcenbeschränkung verfolgt hat. Zu viele unterschiedliche Interessen lagen vor. Die wohlhabenderen Rennställe wollten mehr ausgeben, während die finanziell schwächer gestellten Teams dies zu verhindern versuchten.
Für den Fall, dass keine einheitliche Linie der in der FOTA vertretenen elf Rennställe (alle bis auf HRT) gefunden würde, wurde sogar die weitere Zukunft der Vereinigung in Frage gestellt. Red-Bull-Teamchef Christian Horner, dem in der Vergangenheit häufiger eine Blockadepolitik vorgeworfen wurde, appelliert im Vorfeld des Treffens an die Vernunft seiner Kollegen: "Wir sollten alle unvoreingenommen in das Treffen gehen."
Lösungsvorschlag liegt auf dem Tisch
Laut Horner sei es wichtig, schnell eine Richtung aufzuzeigen, damit die FOTA zu einem guten Abschluss kommen könne. Auf die Frage, wie optimistisch er sei, dass am Freitag eine Lösung des Problems gefunden würde, konnte er aber keine zufriedenstellende Antwort geben: "Es wäre falsch, darüber zu spekulieren. Lasst uns erstmal abwarten, wie das Treffen verläuft."
Ein möglicher Lösungsvorschlag liegt allerdings bereits auf dem Tisch: Die Trennung von RRA und FOTA. Dem Vorschlag zufolge könnte die FIA in Zukunft für die Regelungen zur Budget- und Ressourcendeckelung verantwortlich zeichnen. "Die FOTA sollte nicht in Bereiche eingreifen können, die den Wettbewerb zwischen den Teams betreffen", sagt Mercedes-Teamchef Ross Brawn. Dieser Bereich wäre zu sensibel. Die FOTA habe stattdessen eine wichtige Rolle bei der Außendarstellung der Formel 1 zu spielen, diese weiter auszubauen und zu verbessern.
Dazu gehören laut Brawn auch in Zukunft auftretende kommerzielle Aspekte des Sports wie das neue Concorde Agreement. "Da können wir keine Streitigkeiten über RRA oder andere umstrittene Punkte gebrauchen. Das würde nur die FOTA und ihre Funktion beschädigen," erklärt Ross Brawn. Seiner Meinung nach wird in Sachen RRA eine richtige und vernünftige Lösung gefunden werden.

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