Auch wenn Lewis Hamilton der strahlende Sieger in Abu Dhabi war, brauchte sich Jenson Button auf Platz drei nicht zu verstecken. Trotz KERS-Problemen hielt er Mark Webber und Felipe Massa hinter sich, was vor allem McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh beeindruckte. "Man darf nicht unterschätzen, was für einen unglaublichen Job Jenson abgeliefert hat", stellte Whitmarsh klar. In der frühen Phase des Rennens setzte KERS bei Button aus und funktionierte über 20 Runden nicht mehr.

"Es war um die zehnte Runde herum als das Problem begann. Danach hatte Jenson 20 Runden kein KERS ehe es kurzzeitig wieder funktionierte. Wir waren die meiste Zeit des Rennens damit beschäftigt den Reset-Knopf zu drücken, um KERS wieder in Gang zu bringen ", erzählte Whitmarsh. Gleichzeitig musste Button versuchen sich von dem Problem nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen, durch den Verkehr zu kommen und seine Position nach hinten zu verteidigen.

"Er fand sich einer unglaublichen Herausforderung gegenübergestellt und hat sie gut gelöst. Der Podestplatz ist fantastisch", lobte der McLaren-Teamchef. Mit seinem dritten Platz in Abu Dhabi hat Button einen weiteren Schritt Richtung Vizeweltmeisterschaft getan, wobei Whitmarsh nicht glaubt, dass ihn das sehr beeinflusst. "Er kümmert sich nicht darum, ob er Zweiter wird. Er will Rennen gewinnen, deshalb wollte er auch in Abu Dhabi Risiken bei der Strategie eingehen falls nötig", verriet Whitmarsh. "Ich denke, dass ist die richtige Einstellung, denn wir sind hier, um Rennen zu gewinnen und nicht um Zweiter in der Fahrerwertung zu werden."