Der dritte Platz ist für Fernando Alonso als Erfolg zu werten. Sein Team ließ ihn zwei Runden länger auf dem weichen Reifen fahren als Mark Webber, so dass sich der Asturier noch am Australier vorbei arbeiten konnte. "Ich bin extrem glücklich, bei diesem ersten Grand Prix von Indien auf dem Podium zu stehen", freute sich der zweifache Weltmeister.

"Mein Start war nicht perfekt, also versuchte ich, den verlorenen Boden in der ersten Kurve wieder gut zu machen. Dadurch habe ich ein bisschen zu spät gebremst, aber da war gar kein Grip, so dass ich noch ein bisschen mehr verloren habe." Bei diesem Manöver ging Jenson Button an ihm vorbei, doch Alonso betonte, dass dies sein Rennen nicht kompromittiert habe: "Ich hätte sowieso nicht gegen Vettel kämpfen können", gab er zu.

Ein Lob sprach der 30-jährige seinem Team aus: "Wir hatten ein Problem mit dem Frontflügel in der Startaufstellung, aber die Mechaniker haben einen fantastischen Job erledigt und dieses behoben." Außerdem kündigte er an: "Unser Hauptziel ist das nächste Jahr."

Vor Red Bull sieht sich Alonso nur, wenn etwas ungewöhnliches passiert, Foto: Sutton
Vor Red Bull sieht sich Alonso nur, wenn etwas ungewöhnliches passiert, Foto: Sutton

Zwar sei der Vizemeistertitel nach wie vor möglich, doch sieht sich Alonso eher als Außenseiter: "Im Moment ist McLaren in großartiger Form. Auf dem Papier liegen wir nur 13 Punkte hinten, aber in der Realität liegen wir hinter zwei Red Bulls und zwei McLaren: Wenn dann etwas Ungewöhnliches passiert, können wir auf das Podium fahren."

Zur Freude über den erfolgreichen Grand Prix gesellte sich aber auch Trauer: "Wie Seb [Sebastian Vettel] und Jenson [Button] schon sagten: Es sind gemischte Gefühle in diesem traurigen Wochen im Motorsport. Wir sind heute für sie [Dan Wheldon und Marco Simoncelli] gefahren. Wir werden uns dieser beiden fantastischen Menschen immer erinnern.", schloss der Spanier ab.