Nach dem enttäuschenden Singapur-GP war es für Eric Boullier entscheidend, dass beide Piloten in den Top-10 stehen - nicht zuletzt auch in Hinblick auf die Konstrukteurswertung und den Kampf mit Force India. "Es ist wichtig, dass beide Autos auch im Rennen in die Punkte fahren. Ich bin überzeugt, dass wir das in Korea und Brasilien wiederholen können. Das heißt nicht, dass es einfach wird, aber Punkte sind durchaus drin", betonte Boullier.
Dem Teamchef ist bewusst, dass man vor allem auf Highspeed-Kursen den Vorteil ausspielen muss. "Fakt ist, dass unser Auto auf Low-Speed-Kursen nicht so gut funktioniert, das rührt vom Design her. Wir wissen das, umso schöner ist es hier auf einer schnellen Strecke zu sein und beide Autos in den Top-10 zu sehen", verriet der Franzose. Im Qualifying hätten beide Piloten das Maximum herausgeholt.
Sein Lob galt vor allem den Mechanikern, die Sennas Auto nach dessen Crash im Freien Training rechtzeitig repariert hatten. "Die Jungs haben einen fantastischen Job gemacht. Keine Ahnung, wo wir ohne den Crash hätten sein können. Vielleicht hätten wir mit der Pace von Mercedes mitgehen können, allerdings haben wir in Q3 nicht das Maximum aus den Reifen geholt", sagte Boullier.
Kritik verständlich
Lotus Renault GP setzte bei beiden Fahrern nur auf einen Run in Q3, wofür man von den Gegnern kritisiert wurde. Doch Boullier verteidigt die Strategie. "Laut Reglement muss man nur eine Runde fahren und das ist es. Hier ist es sehr wichtig Reifen zu sparen, denn die Strecke ist reifenmordend", sagte der Teamchef. Die Kritik könne er durchaus verstehen. "Die Regel entspricht nicht dem Spirit des Sports und es ist sicherlich nicht schön für die Fans auf der Haupttribüne. Aber ich bin Teamchef und muss an die Interessen des Teams denken und dementsprechend handeln", stellte Boullier klar.
Petrov und Senna fuhren in Q3 jeweils eine Runde auf der härteren Reifenmischung und sicherten sich damit einen Vorteil für das Rennen. "Wir haben uns dafür entschieden, weil der medium Reifen mehr Runden verkraftet. Somit ist er die beste Wahl für den Start", erklärte Boullier.



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