Lewis Hamilton hatte schon im Qualifying für Aufsehen gesorgt, als er mit Pastor Maldonado nach Ende des zweiten Segments zusammenrasselte. Im Rennen dann der nächste Zwischenfall: Im Kampf um Position vier versuchte Kamui Kobayashi an Hamilton vorbei zu gehen. Hamilton hielt dagegen, es kam zu einer Berührung und Hamilton krachte in die Streckenbegrenzung. Hamiltons Aus und eine anschließende Safety-Car-Phase waren die Folge.

Niki Lauda hatte zu der Kollision eine klare Meinung. "Er übertreibt", so der TV-Experte. "Er hätte nur in der Mitte der Straße bleiben sollen, dann wäre er wohl Dritter geworden." Lauda sprach von einem blöden und unnötigen Zwischenfall, den die Stewards als Rennunfall deuteten. "Das war auch richtig", meinte Lauda zur Entscheidung. "Es ist eigentlich nichts passiert, außer, dass Hamilton keine Punkte machte. Da hat er selber schuld."

Weitaus angetaner war Lauda unterdessen von Michael Schumachers Husarenritt in Spa-Francorchamps. Der Rekord-Champion schaffte vom letzten Startplatz aus den Sprung in die Punkte auf Platz fünf. "Das war die beste Leistung, die er hier gebracht hat", lobte Lauda im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Ich habe schon meine Kappe gezogen."

Kurz vor Ende des Rennens bekam Nico Rosberg per Boxenfunk die Ansage, Sprit zu sparen - kurze Zeit später zog Schumacher an seinem Teamkollegen vorbei. Teamorder bei Mercedes als Geschenk für Schumacher zum 20-jährigen F1-Jubiläum? "Nein, Michael war schneller auf den anderen Reifen", glaubte Lauda. "Er hat den Platz vor Rosberg selbst herausgefahren." Lauda war der Meinung, dass der MGP W02 eine starke Performance abgeliefert hat. "Das Auto hat gepasst, Nico hatte am Anfang ja auch Führungsrunden", so der frühere Weltmeister.