Nico Hülkenbergs Arbeitstag begann früh: Der Force India-Testfahrer ging im ersten Training bald auf die Bahn, um so viele Informationen wie möglich über eine komplett erneuerte Frontpartie an seinem Auto zu sammeln. "Wir hatten einen neuen Frontflügel, den wir schon ein paar Mal getestet haben und der später in dieser Saison eingeführt werden soll", verriet Hülkenberg gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Nach seinen ersten Runden mit dem neuen Flügel war Warten angesagt: "Wir haben ziemlich lange gebraucht, um das Auto auf den Standard zurückzubauen", so Hülkenberg. "Danach waren nur noch 25 Minuten übrig." Das reichte für einen vernünftigen Run. "Er war ganz okay, ich habe Aerotests mit verschiedenen Heckflügeln gemacht."

Top-10 nicht unmöglich

Insgesamt zeigte er sich zufrieden. "Wir sind nicht ganz so stark wie am Nürburgring, diese Strecke mit den vielen Kurven und schnellen Richtungswechseln liegt uns nicht ganz so gut wie die langen, schnellen Passagen am Ring", analysierte er. "Wir werden hier nicht ganz so stark aussehen. Die Top-10 zu erreichen wird schwieriger, aber nicht unmöglich."

Bei der Reifenwahl (weiche und superweiche Mischungen) von Pirelli sieht er alles im grünen Bereich – trotz der niedrigeren Temperaturen als sonst in Ungarn. "Wir haben mit beiden Mischungen keine Probleme", erklärt Hülkenberg. "Die Strecke ist sehr aggressiv, vor allem in der letzten Kurve, da ist der Asphalt wie Schmirgelpapier – sie ist generell für den Reifen vorne links recht hart." Den berüchtigten Schmutz gab es allerdings nicht auf der Bahn. "Die Strecke ist nicht schmutzig, aber grün, es lag komplett kein Gummi und war sehr rutschig."