Zuletzt stand McLaren vor allem in der britischen Heimat in der Kritik. Nach dem enttäuschenden Heim-GP wurde sogar über einen Teamchefwechsel spekuliert. Lewis Hamilton hofft, dass das Team den Gerüchten mit einem Top-Ergebnis in Deutschland ein Ende bereiten kann. "Wir standen zuletzt unter Druck, aber wir pushen so hart wir können. Ich würde auf dem Nürburgring liebend gern gewinnen, aber mal schauen wie es morgen aussieht", meinte der Brite.
Nicht nur das Team musste zuletzt Kritik einstecken, auch Hamilton wehte eine heftige Brise entgegen. "Ich gehe im Moment durch eine interessante Zeit in meiner Karriere. Es gibt viele Up and Downs, aber wichtig ist, dass wir als Team zusammenhalten und konzentriert weiterarbeiten", stellte der Brite klar. Nachdem auf dem Nürburgring wieder mit dem Reglement von Valencia gefahren wird, herrscht bei McLaren keine Panik.
"Wären die Regeln gleich, dann hätten wir hier und in Budapest ein Problem. Aber jetzt ist das Reglement wieder wie in Valencia - und im Rennen sahen wir bisher immer besser aus", gab sich Hamilton optimistisch. Generell spreche alles für einen Aufwärtstrend bei McLaren. "Wir haben neue Teile am Auto und ich denke, das ist ein positiver Schritt in die richtige Richtung. Zudem haben sich die Regeln in Sachen angeblasener Diffusor wieder geändert, womit wir zurück im Kampf sein sollten - und auch die Wetterkapriolen könnten uns helfen", meinte Hamilton.
Bloß kein Reifenschaden
Entscheidend sei vor allem das Rennen zu beenden. 2007 als auch 2009 hatte der Brite auf dem Nürburgring einen Reifenschaden. "Ich hoffe, dass das dieses Jahr nicht mehr passiert. Wenn ich keinen Reifenschaden habe, dann sollte es ein gutes Rennen werden", erklärte der Brite. Auf dem Nürburgring rechnet er vor allem mit Red Bull Racing. "Sie werden hier wieder stark sein und schließlich ist es das Heimrennen von Vettel", so der McLaren-Pilot.
Ferrari hat er zwar auf der Rechnung, rechnet aber nicht mit einer ähnlichen Performance wie in Silverstone. "Ferrari hat einen guten Job gemacht. Sie haben das Auto stetig weiterentwickelt, aber ich denke nicht, dass sie hier so stark sein werden wie zuletzt", erklärte Hamilton. Beim Heimrennen wäre durchaus auch mehr drin gewesen als Platz vier. "Ich lag auf Position zwei als ich Benzin sparen musste. Wenn ich die ganze Zeit hätte pushen können, dann wäre ich definitiv weiter vorne gelandet", ist er überzeugt.
Zumindest konnte er einen Ferrari-Piloten hinter sich halten. "Das Duell gegen Massa war ein echter Test meiner Verteidigungskünste. Ich musste in meiner Karriere noch nie eine Position so hart verteidigen. Das war eine neue Erfahrung", verriet der Brite am Donnerstag.



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