Die schier endlos scheinende Geschichte des Zwischengases, die das gesamte Silverstone-Wochenende beherrschte, scheint nun beendet. Nachdem sich am Sonntagvormittag noch Ferrari und Sauber gegen die Wiedereinführung gesträubt hatten, sind nun auch diese Teams an Bord. Bereits kurz vor dem Rennen hatte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ein ausführliches Gespräch mit Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. Danach erklärte er, es werde in Zukunft wieder das Valencia-Setup gefahren.
Nun meldete sich auch Domenicali zu diesem Thema zu Wort. "Das ist auch meine Auffassung...", erklärte der Italiener zu den Aussagen Ecclestones. "Diese Sache war nicht gut, für niemanden. Wir müssen einen Strich machen und nach vorne schauen", sagte Domenicali. "Auch wenn ich nicht mit dem Verlauf einverstanden bin, wir haben es zum Wohle des Sports getan."
Sauber sauer über Hin und Her
Im Gegensatz zu Domenicali, war Peter Sauber nicht bereit seine Unterschrift zu bestätigen. "Wenn Bernie das sagt. Normalerweise ist es wahr, was er sagt", äußerte sich Sauber. "Die ganze Sache ist eine Schande. Die ganze Sache...es hat nach dem Rennen in Montreal begonnen und endete, ich weiß nicht wann. Ich möchte nicht darüber sprechen", hielt der Schweizer mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg.
"Die FIA sagte nach Montreal, dass dieses System illegal ist und wir es ändern werden. Und dann hatten wir eine Menge Diskussionen über den Motor und all diesen Müll. Jeder schaut nach sich selbst. Das ist normal", schloss ein sichtlich genervter Sauber ab.
Red Bull im Glück
Freude allerdings im Red-Bull-Lager. Christian Horner, der von Anfang an gegen diese Regelung war, äußerte sich dementsprechend positiv. "Hoffentlich haben wir nun Klarheit in der Auspuff-Frage erreicht und können einen Strich darunter machen und nach vorne schauen", erklärte Horner.

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