Der Boxenstopp-Fehler in Monaco und der späte Ausrutscher von Sebastian Vettel, seien ein klares Zeichen für die Verwundbarkeit Red Bulls unter großem Druck. Das glaubt zumindest Jenson Button, der zusammen mit McLaren daher auch in den kommenden Rennen den großen Druck aufrecht erhalten will.
Für ihn selbst hätten seine starken Auftritte in den letzten Rennen hingegen weniger geändert. "Das ändert nichts an meinem Selbstvertrauen oder dem Vertrauen in das Team", so der Weltmeister von 2009, der jedoch hinzufügte: "Aber es lässt mich lächeln, denn es zeigt, dass sie, wenn wir sie unter Druck setzen, vielleicht Fehler machen. Und zu diesem Zeitpunkt der Saison ist es genau das, was wir machen müssen."
"In Monaco hatte ich das Gefühl, dass wir sehr viel Pech hatten, nachdem wir so viele Runde geführt haben und so eine starke Pace hatten - trotzdem konnten wir das Rennen nicht gewinnen. Aber ich denke in Montreal wurde uns das zurückbezahlt: Wir hatten am Ende des Rennens etwas Glück, wenn man es so nennen kann und haben den Sieg geholt", erinnerte sich der Brite. Buttons Schlussfolgerung aus den letzten Rennen war daher recht einfach und klar.
Monaco & Montreal als Beweis

"Wir müssen sie unter Druck setzen. Sie hatten in Monaco bereits ein paar Probleme bei den Boxenstopps und haben die falschen Reifen auf das Auto aufgezogen. Und dann ist Sebastian in Kanada zu weit von der Ideallinie abgekommen", zählte der McLaren-Pilot Beispiele auf. "Wir müssen das weiterhin machen und den Druck aufrecht erhalten, denn wenn wir das nicht machen, sind sie unschlagbar", glaubte Button.
"Sie sind so schnell und Sebastian macht so einen guten Job, dass es sehr schwierig wird, sie dieses Jahr zu schlagen - es sei denn, wir können sie eben in Fehler zwingen", erklärte der 31-Jährige. Ob bei diesem Vorhaben auch die Regelveränderungen der FIA, wie die Einschränkung der Motoreneinstellungen und das Verbot des angeblasenen Diffusors helfen könnten, wollte er aber noch nicht mutmaßen.
"Ich glaube die Angelegenheit mit der Motoreneinstellung trifft uns alle. Das ist für uns im Qualifying ein großer Unterschied - aber für Red Bull ist dieser Unterschied meiner Meinung nach sogar noch größer", hoffte Button und fügte an: "Wenn man ihre Geschwindigkeit im Qualifying mit der im Rennen vergleicht, ist diese sehr verscheiden. Ich hoffe daher, dass sie im Zeittraining damit mehr Probleme als wir haben werden. Ich glaube, dass sie immer noch schneller sein werden, aber ich hoffe einfach, dass wir näher heran kommen können, so dass wir sie im Rennen angreifen können."

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